Lade Inhalte...

Waldspielpark Tannenwald Die Wasserspiele sind versiegt

Der Waldspielpark Tannenwald an der Neu-Isenburger Grenze fällt zwar in die Zuständigkeit von Frankfurt, wird aber hauptsächlich von Neu-Isenburgern besucht. Der Park müsste saniert werden, deshalb hat die Neu-Isenburger SPD-Fraktion jetzt einen Antrag mit der Bitte um Geld gestellt.

Die Wasserspiele sind nun schon einige Zeit trocken geblieben. Foto: Renate Hoyer

Man muss sich mit der Neu-Isenburger Geografie schon genau auskennen, um zu wissen, dass der seit Generationen beliebte Waldspielpark Tannenwald gar nicht zur Stadt gehört. Der 1961 eingerichtete Spielplatz an der Friedensallee mit Rollschuhbahn, Minigolfanlage und Wasserspielen liegt schon auf Frankfurter Gemarkung.

Frankfurter haben allerdings einen weiten Weg hierher, besucht wird die weitläufige Anlage deshalb fast ausschließlich von den Isenburgern. Das ist die Folge eines Nachbarschaftsvertrags von 1956. In Frankfurt, das darf man wohl unterstellen, ist der in die Jahre gekommene Spielplatz deshalb wohl nicht unbedingt auf Platz eins der Prioritätenliste.

Bei der jährlichen Inspektion, so berichtet es jetzt die Neu-Isenburger SPD-Fraktion, hat das Frankfurter Grünflächenamt Schäden an den Wasserspielen festgestellt. Die Becken, die das Herzstück des Parks bilden, sind mit einem provisorischen Bauzaun abgesperrt, ein Schild verweist auf die baulichen Mängel.

Vielleicht nie mehr planschen

In diesem Jahr wird hier wohl kein Wasser mehr fließen. Das beunruhigt viele Neu-Isenburger. Sie befürchten, dass hier vielleicht nie mehr geplanscht werden kann. Im Internet sammelt die Neu-Isenburgerin Isabell Bolender Unterschriften für einen Erhalt der Anlage. „Ich habe wundervolle Kindheitserinnerungen an diesen Ort“, schreibt sie. Bereits 850 Menschen unterschrieben auf www.change.org.

Die SPD-Fraktion hat für die Neu-Isenburger Stadtverordnetenversammlung am kommenden Mittwoch noch rasch den Antrag gestellt, der Magistrat möge Verhandlungen aufnehmen, um die Wasserspiele im Tannenwald zu erhalten. „Sollte Frankfurt nicht an einer zeitnahen Sanierung interessiert sein, soll der Magistrat prüfen, inwieweit eine etwaige Kostenbeteiligung Neu-Isenburgs zu einer Beschleunigung des Verfahrens beitragen kann“, heißt es in dem Antrag.

Auch Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) sagt ganz klar: „Wir wollen eine Schließung auf jeden Fall vermeiden und uns um eine gemeinsame Lösung mit Frankfurt bemühen.“ Er versuche, einen Termin bei der zuständigen Frankfurter Dezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) zu bekommen. Für die FR war Heilig gestern nicht zu erreichen. Bisher beteiligt sich Neu-Isenburg lediglich mit 15 000 Euro im Jahr an den Kosten für die Aufsicht.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum