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Volvo in Dietzenbach Zweitgrößter deutscher Volvo-Standort

Volvo baut auf seinem Schulungsareal in Dietzenbach (Kreis Offenbach), investiert dort sieben Millionen Euro und vervierfacht die Zahl der Arbeitsplätze.

Stadtentwicklung in Dietzenbach
So soll das neue Volvo-Gebäude an der Assar-Gabrielsson-Straße in Dietzenbach aussehen. Foto: Volvo

Der schwedische Automobilhersteller Volvo macht Dietzenbach zu seinem zweitgrößten Standort in Deutschland. Am Freitag präsentierte das Unternehmen seine Ausbaupläne für das Gelände an der Assar-Gabrielsson-Straße: Volvo investiert mehr als sieben Millionen Euro, um das dortige Trainingscenter bis Juni 2019 zu vergrößern und zu einem Competence-Center umzuwandeln. Die Mitarbeiterzahl soll sich vervierfachen.

„In Dietzenbach schaffen wir Raum für 180 Mitarbeiter“, sagte Thomas Bauch, Geschäftsführer der Volvo Cars Germany GmbH. Zum Vergleich: Am größtem deutschen Standort des Unternehmens in Köln gibt es derzeit 190 Arbeitsplätze, davon 30 im Außendienst. Im Vorjahr arbeiteten bei Volvo in Dietzenbach noch 45 Kfz-Meister, Techniker und Ingenieure. Das Unternehmen stockt aktuell aber schon auf und hat deshalb an der Waldstraße eine Ausweichimmobilie angemietet. Alle Mitarbeiter seien aus der Region, wohnten im Umfeld von maximal 40 Kilometern, sagte Bauch. Die Hälfte davon seien Frauen. „Wir wären glücklich, wenn wir auch in Zukunft den Großteil unseres Personals aus der Region bekommen könnten.“

Künftig würden auch Kaufleute gebraucht, da ein innovatives Mobilitätskonzept von hier aus koordiniert und verwaltet werden soll. Das Subskriptionsmodell von Volvo macht es möglich, über eine monatliche Flatrate ein Elektrofahrzeug zum Beispiel zu 85 Prozent zu nutzen und ein Auto mit Verbrennungsmotor in der restlichen Zeit – etwa dann, wenn längere Fahrten anstehen. „Wir reagieren damit auf die sich verändernden Bedürfnisse der Kunden“, sagte Bauch.

Apropos Elektroauto: Der schwedische Autobauer hat sich ein hehres Ziel gesetzt. Bis 2025 solle die Hälfte aller Neuzulassungen einen elektrischen Antrieb haben, gab Bauch bekannt. Derzeit gibt es bei Volvo noch keine rein elektrischen Autos; Hybridmodelle machten aber schon 15 Prozent aus.

Der Spatenstich für das neue zweistöckige Gebäude, das direkt an die Straße vor das bestehende gesetzt werden soll, erfolgt im Oktober, in der 23. Kalenderwoche 2019 solle es bezugsfertig sein. Auf 3200 Quadratmetern wird die AGS Immobilien Leasing GmbH, eine hundertprozentige Volvo-Tochter, dort Büros, Konferenz- und Schulungsräume in Modulbauweise errichten. Gleichzeitig wird das 4100 Quadratmeter große Bestandsgebäude umgebaut und modernisiert. Das Schulungsareal firmiert dann als Volvo Car Group Competence Center. Dort erfolgen alle technischen Trainings für die deutsche Handelsorganisation, die zurzeit 245 Verkaufsstandorte und 81 Werkstätten umfasst. Auch Elektrifizierung, Konnektivität und autonomes Fahren sollen vorangetrieben werden.

Aktuell erhalten autorisierte Volvo-Werkstätten in 17 Ländern technische Unterstützung aus Dietzenbach. „Wir sprechen hier alle Sprachen, die in den 17 Ländern gesprochen werden“, sagte Bauch. Künftig werden es noch mehr sein, weil die Standortkompetenz auf den Mittleren Osten und Afrika ausgedehnt werden soll.

Dass Volvo in Dietzenbach so stark erweitert, sei der Tradition geschuldet, erläuterte Bauch – aber auch dem großen Grundbesitz und dem ultraschnellen Glasfasernetz, das im Gewerbegebiet seit Ende vorigen Jahres liegt. Volvo verarbeite sehr große Datenmengen, ein Standort ohne Glasfaser sei deshalb nicht tragbar.

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