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Stadtbücherei Neu-Isenburg Wieder ein erster Platz

Die Neu-Isenburger Stadtbibliothek hat mit ihrem Erfolg im Wettbewerb der besten Stadtbüchereien Deutschlands gute Argumente für die gewünschte Erweiterung oder einen Neubau auf dem Areal nahe des ehemaligen Güterbahnhofs gesammelt.

21.07.2011 14:29
Achim Ritz
Stadtbücherei Neu-Isenburg Foto: Andreas Arnold

Im Ranking des Deutschen Bibliotheksverbands und der Bertelsmann-Stiftung liegt die Bücherei an der Hugenottenhalle erneut auf dem ersten Platz in Hessen.

Beim Vergleich der Stadtbüchereien in Kommunen mit 30000 bis 50000 Einwohnern belegte die Isenburger Einrichtung Platz fünf. Dreieich liegt an 21. Stelle, Dietzenbach rangiert auf Platz 34. Langen beteiligte sich nach Auskunft des Bibliotheksleiters, Thomas Mertin, bisher nicht. Die Bücherei sei nach dem Umzug in die neue Stadthalle jetzt angekommen und werde sich an der nächsten Runde des Wettbewerbs beteiligten.

Ob die beliebte Bücherei in Neu-Isenburg erweitert oder in der Nähe der Gleise der künftigen Regionaltangente West an der Schleussnerstraße neu errichtet wird, soll im Rahmen eines städtebaulichen Gestaltungswettbewerbs diskutiert werden. Kulturdezernent Theo Wershoven (CDU) hatte sich mit seinem Plädoyer pro Neubau weit aus dem Fenster gelehnt und wurde von Parteifreunden zurückgepfiffen.

Erster Stadtrat Stefan Schmitt (CDU) sagte gestern, alle Optionen würden geprüft, doch man müsse die Entscheidung über die Zukunft der Stadtbibliothek im Kontext mit den anderen großen Investitionen wie Rathaussanierung (12 Millionen Euro), Hallenbadmodernisierung (8 Millionen) und dem geplanten Bau der Sporthalle sowie der anstehenden Straßensanierungen sehen.

Der Erste Stadtrat sieht, dass die Bücherei in die Jahre gekommen sei und aus allen Nähten platze. „Die Stadtbibliothek wird nicht vergessen“, betont Theo Wershoven.

In größeren Räumen oder in einem neuen Gebäude könne sich die Bibliothek, so die Leiterin Jutta Duchmann, viel besser präsentieren. An den Regalen könnten kleine Bildschirme angebracht werden, die etwa in der Abteilung Geschichte über den Mauerfall informierten. Außerdem werde ein Veranstaltungs- und Vortragsraum benötigt. Derzeit müssten viele Anfragen danach verneint werden.

Die Stadtbücherei legt laut Duchmann besonderen Wert auf die Kooperation mit Schulen und ist stolz, dass in der Filiale im Westend nach und nach alle Kinder der Hauff-Schule einen sogenannten Leseführerschein hätten. Goetheschüler des Jahrgangs elf erhielten ein Methodentraining, um den Zugriff auf Datenbanken oder die Literatur-Recherche zu verbessern. Die Zeiten, als Kinder und Jugendliche mittags die Bücherei belagerten, sind vorbei, da sie wegen G8 und Ganztagsschule heute weniger Zeit hätten, sagt die Büchereileiterin.

Bei den Ausleihen liegt die Steigerung nach Darstellung von Jutta Duchmann bei rund fünf Prozent (jetzt 400?000). Dieses Plus habe sich im ersten Halbjahr diesen Jahres fortgesetzt.

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