Lade Inhalte...

Rödermark Zoff über Gewerbe

Kern verwahrt sich gegen Vorwürfe

29.03.2012 23:24

So wütend haben die Zuhörer Bürgermeister Roland Kern (Andere Liste) lange nicht im Stadtparlament erlebt. Irreführend, schädlich und völlig überflüssig, nennt er einen Antrag von Freien Wählern und FDP zur Gewerbeentwicklung. „Sie behaupten Dinge bar jeglichen Sachverstands“, schmettert er den vier Stadtverordneten, die den Antrag formuliert haben, entgegen. „Sie versetzen die ansässigen Unternehmen in Angst und Schrecken.“ Dabei geht es ihm weniger um den eigentlichen Antrag, der den Magistrat auffordert, verschiedene Standorte auf ihr Potenzial für Ansiedlungen zu untersuchen, denn um die scharf formulierte Begründung.

Energisch wehrt sich Kern gegen die von FDP-Fraktionschef Tobias Kurger zuvor aufgestellte Behauptung, in Rödermark passiere seit zwei bis zweieinhalb Jahr in Sachen Gewerbeansiedlung gar nichts mehr. Er listet die erfolgten Grundstücksverkäufe an Unternehmen auf. „Behalten Sie die Darstellung aufrecht, dass wir Handel und Gewerbe komplett ausblenden? Ja oder Nein?“

Kruger und Fraktionskollege Rüdiger Werner räumen zwar ein, die Antragsbegründung sei etwas populistisch und überspitzt. Das sei aber nötig, um das Thema in den Fokus zu rücken. „Sie müssen Ergebnisse liefern“, fordert Kruger. Der CDU wirft er vor, sie habe freiwillig das „grüne Koalitionswürgehalsband“ angelegt.

SPD, Andere Liste und CDU lehnen den Antrag ab. „Sie bauschen auf und suchen Streit“, sagt CDU-Fraktionschef Michael Gen-sert. Dabei brauche die Stadt gerade beim Thema Gewerbeentwicklung Konsens. (cm.)

Zur Startseite

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum