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Rödermark Wo die Stadt sparen kann

750 Bürger machen Vorschläge, wo die Stadt Rödermark im Etat den Rotstift ansetzen kann. Der erste Stadtrat verspricht eine Konsolidierungsstrategie.

18.09.2012 22:54

Die Beteiligung an der zweiten Befragung der Stadt zu ihrem Haushalt ist geringer ausgefallen als im vergangenen Jahr. Damals erhielt die Stadtverwaltung 1300 Vorschläge, wo man im Etat den Rotstift ansetzen und für welche Bereiche man mehr Geld zur Verfügung stellen sollte.

Diesmal sind, wie Erster Stadtrat Alexander Sturm (CDU) gestern der FR sagte, 600 ausgefüllte Fragebögen eingegangen. Das seien nicht weniger als im Vorjahr. Nur 150 Nutzer hätten sich diesmal allerdings per Internet beteiligt. Das könne aber auch an schärferen Sicherheitsvorkehrungen liegen. Noch sei die Auswertung der Fragebögen nicht abgeschlossen, die einer 80 Seiten starken, an alle Haushalte verteilten Broschüre mit bürgerfreundlich aufbereiteten Informationen zu den „Produkten“ beilagen. Es sei aber zu erkennen, dass sich die Menschen sehr intensiv damit beschäftigt hätten, sagte Sturm.

Kritik an Informationsflut

Kritik der Freien Wähler an der „überbordenden Informationsflut“ in dem Heft, mit der die Bürger schlichtweg überfordert seien, weist er zurück. „Letztes Mal hieß es: zu wenig detailliert, jetzt: zu viele Informationen.“ Bürgermeister Roland Kern (Andere Liste) verteidigte die Bürgerbeteiligung jetzt bereits im Stadtparlament.

Die Freien Wähler hatten geunkt, die „leicht inflationäre Nutzung dieses Instruments“ werde bei den Bürgern eher einen Gewöhnungseffekt als Begeisterung hervorrufen. „Ein Zuviel an Bürgerbeteiligung kann es eigentlich nicht geben“, hielt ihnen Kern entgegen und verwies auf interfraktionelle Beschlüsse, die eine stärkere Beteiligung der Bürger gefordert hatten.

Sturm will den Haushalt für das kommende Jahr in der Sitzung am 9. Oktober einbringen. Er werde zudem eine Konsolidierungsstrategie vorschlagen. Diese braucht die Stadt auch, um unter den Schutzschirm des Landes für finanziell notleidende Kommunen schlüpfen zu dürfen. Die Ergebnisse der Bürgerbefragung zum Haushalt sowie des Leitbildprozesses, an dem sich die Bürger ebenfalls beteiligen konnten, flössen in die Diskussion ein. (cm.)

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