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Rödermark Urberach Asbest in Sporthalle freigesetzt

In der Halle Urberach schwirren offenbar krebserregende Substanzen in der Raumluft umher. Der Erste Stadtrat Alexander Sturm (CDU) sieht darin aber keine Gefahr für die Krabbelstube in dem Mehrzweckbau.

Die halle namens Urberach. Foto: Sascha Rheker

Bei Arbeiten an Stützenverkleidungen im Sporthallenbereich der Urberacher Mehrzweckhalle ist bereits vor zwei Wochen Asbest freigesetzt worden. Messungen ergaben eine Konzentration von teils mehr als 5000 Fasern pro Kubikmeter in der Raumluft. Das hat Erster Stadtrat Alexander Sturm (CDU) jetzt mitgeteilt.

Als Richtwert für sanierte Innenräume gelten 500 Fasern pro Kubikmeter. Asbest gilt als krebserzeugend; die über Jahrzehnte gern als Baustoff genutzten Fasern greifen die Lunge an.

Es sei zwar nicht auszuschließen, dass sich immer mal wieder Asbest gelöst habe. Er gehe aber davon aus, dass keine Gesundheitsgefahr bestand, sagte Sturm gestern der Frankfurter Rundschau.

Vorsorglich hat die Stadt die Sporthalle allerdings bereits am 17. Mai, dem Tag nach den Messungen der Raumluft, versiegeln lassen. Die Krabbelstube Rappelkiste und das Restaurant Zagreb sowie die Mehrzweckräume und das Foyer des Gebäudekomplexes sind dagegen weiterhin geöffnet. „Die vorliegenden Ergebnisse bestätigen, dass hier die Grenzwerte deutlich unterschritten werden und kein Handlungsbedarf besteht“, sagte Sturm. Noch diese oder am Anfang der nächsten Woche würden Sachverständige aber auch diese Räume auf Asbest untersuchen. Erst wenn die Ergebnisse vorliegen, sei es ihm möglich zu sagen, um wie viele Tage oder Wochen die dem Brandschutz dienenden Arbeiten in der Sporthalle sich hinauszögern und wie sehr die Kosten steigen, sagte Sturm. Bisher immerhin sei man gut im Zeitplan gewesen. Eigentlich war geplant, dass die Sporthalle nach den Sommerferien wieder genutzt werden kann.

Obwohl die Untersuchung noch nicht begonnen hat, rät Sturm bereits jetzt, das Asbestproblem in der Halle Urberach grundsätzlich zu lösen. „Raus damit! Das Zeug muss weg!“, sagte er gestern. Die Arbeiten auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, ist nach seiner Ansicht nicht sinnvoll. Schließlich liefen ohnehin gerade die Bauarbeiten, sei die Decke der Halle geöffnet worden.

„Warum das Vorkommen von asbesthaltigem Material nicht schon vor Beginn der Baumaßnahme in die Planungen eingeflossen ist, wird mit dem bisher beauftragten Büro zu klären sein“, meinte Sturm. Die Stadt habe nun bereits ein in Asbestsanierung erfahrenes Architekturbüro beauftragt. Dabei handelt es sich um Huther & Karawassilis.

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