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Rödermark Schöneres Stadtbild am Bahnhof

Die Arbeiten für einen neuen Parkplatz am Bahnhof in Ober-Roden beginnen. Der Vorplatz soll im Sommer verschönt werden.

„Entree für unsere Stadt“: Die erste Bauphase am Bahnhof hat begonnen. Foto: Michael Schick

Lieblos zugeschmierte Betonflächen, Brachen mit Matsch und Pfützen, dazwischen bricht sich hin und wieder ein Löwenzahn seinen Weg ans Licht. Aber Thomas Kron, Fachbereichsleiter der Bauverwaltung, gibt sich auf dem Bahnhofsvorplatz in Ober-Roden zuversichtlich. „Das kann mal richtig gut hier werden.“

Am Dienstag hat die erste Bauphase auf dem Areal begonnen, das zu einem „schönen Entree für unsere Stadt, zumindest aber für Ober-Roden, werden soll“, sagte Bürgermeister Roland Kern (Andere Liste). Zunächst werden bis zum Sommer 45 neue Park&Ride-Parkplätze mit je 2,40 Meter Breite auf dem Baufeld zwischen Bahnhof und Bahnübergang an der Dieburger Straße angelegt. Die Dieburger Straße wird im Zuges des Umbaus für Kanalarbeiten von Donnerstag, 9. bis Sonntag, 12. Mai, im Bereich der Straße „Am Rosengarten“ voll gesperrt. Im zweiten Bauabschnitt wird im Sommer der Bahnhofsvorplatz umgestaltet. Dafür wird der Platz zeitweilig gesperrt, die Buslinien werden umgeleitet.

Sind diese Arbeiten im Herbst abgeschlossen, kann der Investor loslegen und das Bahnhofsgebäude umbauen, der Kaufvertrag wird am 14. Mai notariell beurkundet.

Die Pläne beziehen sich aber auch auf die andere Seite der Bahngleise, an der die Stadt ebenfalls optische Altlasten entschärfen, beziehungsweise entfernen will: Auf dem Grundstück des ehemaligen Unternehmens Hitzel+Beck und dem benachbarten städtischen Grundstück, auf dem heute noch mit Duldung der Stadt geparkt wird, soll eine Wohnanlage mit 150 Einheiten entstehen. Weitere 20 Wohnungen sollen von einem Investor ein Stück weiter gebaut werden, wo auf einem Grundstück der Bahn zwei alte Häuser mit ehemaligen Bahnwohnungen stehen. Auch dieses Vorhaben würde den Bereich rund um den Bahnhof aufwerten.

Während das schmucklos Graue in einem maroden Zustand ist und wohl abgerissen wird, soll von dem verklinkerten hübscheren Gebäude zumindest die Außenfassade erhalten bleiben. Unter Denkmalschutz stehen beide Gebäude nicht, „nur ein altes Toilettenhäuschen daneben muss erhalten bleiben“, sagt Thomas Kron.

660 000 Euro reine Baukosten sind nach Angaben von Kern und Kron für die Parkplätze und den Vorplatz eingeplant, für die Parkplätze gibt es einen Zuschuss von 365.000 Euro vom Land Hessen. Unerwartete Mehrkosten verursachen Altlasten im Boden: Sie kamen zutage, als auf der künftigen Parkanlage alte Bahnschuppen abgerissen wurden. Ob für die Versiegelung der belasteten Parkplätze und deren Anschluss an die Kanalisation nun tatsächlich die ursprünglich geschätzten 225.000 Euro fällig werden, ließ Kron gestern offen.

Bürgermeister Kern betonte allerdings, dass im Hinblick auf die Stadtgestaltung alle Pläne auch dann umgesetzt worden wären, wenn die Altlasten vorher bekannt gewesen wären.

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