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Rödermark Nur noch Vetter will den Bahnhof

Die beiden anderen Interessenten haben ihr Kaufangebot zurückgezogen

Die Stadt versucht erneut, den Bahnhof zu verkaufen. Foto: Renate Hoyer

Keine große Wahl haben die Rödermärker Stadtverordneten, wenn sie am kommenden Dienstag entscheiden, an wen die Stadt das Ober-Röder Bahnhofsgebäude verkaufen soll. Von den drei in die engere Auswahl gekommenen Bewerbern haben zwei ihr Angebot zurückgezogen.

Wie Ulrich Schwerber von der gleichnamigen Hausverwaltung gestern im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau bestätigte, hat er dem Magistrat schon am 12. November in einem Fax mitgeteilt, er sehe sich gezwungen, sein Angebot zurückzuziehen, wenn die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am folgenden Tag keinen Verkaufsbeschluss fassen.

Das Stadtparlament verschob die Entscheidung trotz des Schreibens auf die Sitzung am 4. Dezember. Der Magistrat hatte sich noch nicht in der Lage gesehen, eine Beschlussempfehlung auszusprechen, weil Pläne noch mit dem Denkmalschutz abzuklären seien.

Schwerber kritisiert diese Verschiebung. Schließlich habe er fristgerecht alle Unterlagen vorgelegt und bereits das „Okay“ der Behörde gehabt. Zudem hätten potenzielle Mieter, etwa für die geplante Apotheke, Klarheit haben wollen, weil auch sie an Fristen gebunden sind.

Ende vergangener Woche haben auch Claus Wunderlich, Alexa Schrahverus und Daniel Winkler ihr Angebot zurückgezogen. Dafür seien verschiedene Gründe ausschlaggebend gewesen, sagt Wunderlich der FR. Unter anderem wegen eines Urlaubs sei es ihnen nicht möglich gewesen, die vom Magistrat geforderten Pläne nachzureichen. Das hätte zudem zusätzliche Kosten produziert. Wunderlich widerspricht Gerüchten, seine Partner und er hätten sich nur schlicht keine Chance auf den Zuschlag mehr ausgerechnet.

Der Magistrat hat am Montag, wie Bürgermeister Roland Kern (Andere Liste) auf Anfrage berichtet, erneut keinen Beschluss gefasst. Viel spricht allerdings dafür, dass die Stadtverordneten in ihrer kommenden Sitzung Hans-Jörg Vetter den Zuschlag geben. Er hatte wie die nun abgesprungen Bewerber sein Konzept im Magistrat und im Bauausschuss vorgestellt. Für 75000 Euro will er das denkmalgeschützte Gebäude von der Stadt kaufen. Dort soll nach seinen Plänen unter anderem ein „Service Store“ einziehen, der auch Fahrkarten verkauft. Den Westflügel und einen Anbau aus Stahl und Glas will er für Event-Gastronomie reservieren.

Kern zeigte sich gestern zuversichtlich, dass die Stadtverordneten eine gute Entscheidung fällen können. Alle drei Präsentationen seien prima gewesen. „Jeder hätte den Zuschlag erhalten können.“ Auch den anderen Bewerbern habe die Stadt noch nicht abgesagt.

CDU-Fraktionschef Michael Gensert nannte Vetters Konzept gestern äußerst attraktiv. Es entspreche genau dem, was sich die Fraktion vorgestellt habe. Er gehe nicht davon aus, dass Vetter bei der Abklärung der Pläne mit der Denkmalschutzbehörde noch Probleme bekomme.

Der SPD-Stadtverordnete Armin Lauer sagte gestern, seine Fraktion warte noch auf den Magistratsvorschlag. Sie hätten aber grundsätzlich kein Problem mit Vetters Konzept.

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