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Rödermark Altlasten verteuern Parkplätze

Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes soll 225?000 Euro mehr kosten.

Wegen Schadstoffen im Boden wird die Stadt Rödermark deutlich mehr Geld ausgeben müssen, um vor dem Bahnhof Ober-Roden 48 neue Parkplätze und einen Radweg anzulegen. Sie rechnet nun mit Kosten in Höhe von 375?000 Euro für die Herstellung des Vorplatzes und 592?000 Euro für die Park&Ride-Anlage sowie einen Radweg, der vom Bahnhof Richtung Bahnübergang führen soll. Das sind 225?000 Euro mehr als zunächst geschätzt. Für den Kauf der benötigten Grundstücke hat die Stadt etwa 360?000 Euro ausgegeben.

An den Arbeiten, die nach Angaben der Stadt trotz der Funde Ende April beginnen sollen, beteiligt sich das Land Hessen mit einem Zuschuss in Höhe von 365?000 Euro.

Untersuchungen, die nach dem Abriss der Bahnhofsschuppen begannen, hätten ergeben, dass der Boden bis zu mindestens einem Meter Tiefe mit Fremdmaterial, etwa Schlacken und Abbruchmaterial, aufgefüllt ist, heißt es in einer Vorlage für das Stadtparlament. Er sei mit Schwermetallen und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen belastet. Regen einfach versickern zu lassen, sei daher nicht möglich, weil eine Belastung des Grundwassers drohe. Stattdessen verlange das Regierungspräsidium nun eine Versiegelung der Parkplätze, was wiederum einen Anschluss an die Kanalisation erfordere.

Trotz der Mehrkosten hält Bürgermeister Roland Kern (Andere Liste) es weiterhin für sinnvoll, das Areal neu zu gestalten. „Wir müssen den Parkdruck vermindern und auch städtebaulich was Gescheites machen“, sagte er gestern der Frankfurter Rundschau.

Zudem müsse die Stadt angesichts der Schadstoffe im Boden das Gebiet so oder so versiegeln lassen. Nicht zuletzt sei die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes Geschäftsgrundlage für den Verkauf des Bahnhofsgebäudes gewesen, der dieser Tage abgeschlossen werden soll. Hans-Jörg Vetter aus Urberach hat, wie berichtet, den Zuschlag für die denkmalgeschützte Immobilie erhalten. Nach seinen Plänen wird es im Bahnhofsgebäude künftig wieder an einem Schalter Fahrkarten zu kaufen geben. Platz soll das Gebäude zudem unter anderem für Wohnungen und Gastronomie bieten. Für das Lokal will der Investor in Höhe des früheren Lokschuppens einen Anbau errichten.

Um die Bauarbeiten beginnen zu können, schlägt der Magistrat eine Verschiebung der Sanierung der Urberacher Straße Am Schwimmbad vor. Das dafür im Haushalt bereitgestellte Geld könnte dann für das Bahnhofsareal verwendet werden.

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