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Neu-Isenburg Sehnsucht nach Altem Rathaus

Bürger bringen Ideen zum Innenstadt-Umbau ein.

Ein Schilderwald auf der Frankfurter Straße, hässliche Fassaden, Parkchaos auf Haupt- und Nebenstraßen: Es gibt viel zu tun für die Planer des Stadtumbaus. Denn Neu-Isenburg, so heißt es auch auf einer an alle Haushalte im Innenstadtbereich verteilte Postkarten-Aktion, soll „schöner werden“.

Dass es etwa in der Altstadt schöne Flecken gibt, ist unbestritten - doch auch dort gibt es noch Luft nach oben, wie der Auftakt zur Bürgerbeteiligung am Dienstag gezeigt hat. Obwohl alle Haushalte im Fördergebiet – von der Stadtgrenze im Norden bis hinunter zum Gewerbegebiet Süd – eingeladen wurden, folgten nur knapp 80 Bürger dem Aufruf, sich mit Vorschlägen zu beteiligen.

Auch wenn die Menge der beteiligten Bürger überschaubar blieb, an den Stellwänden wurde umso engagierter um Ideen und Vorschläge für den Stadtumbau gerungen. In den kommenden zehn Jahren soll sich das in Altstadt, Innenstadt und „Neue Welt“ – das Gebiet südlich der Carl-Ulrich-Straße – aufgeteilte Fördergebiet wandeln. Die Aufenthaltsqualität soll erhöht, den Herausforderungen des Verkehrs- und Klimawandels begegnet werden.

Ganz oben auf der Wunschliste der Bürger steht am Dienstag eine Änderung des Pflasters in der Altstadt und der Wiederaufbau des 1876 abgerissenen Alten Rathauses. „Das Pflaster ist rutschig, bei Regen ist es gefährlich, da zu laufen“, sagte eine Besucherin, die ihren Namen aber nicht nennen wollte. Gerade für Menschen mit Gehbehinderung sei die Pflasterung in der Altstadt problematisch, pflichtete ein weiterer Besucher bei.

„Wiederaufbau des Rathauses“, ist gleich auf mehreren Kärtchen zu lesen – kein Wunder, da auch Vertreter der Initiative für den Wiederaufbau im Saal sind. Nur zwei Besucher sprechen sich entschieden gegen einen Wiederaufbau aus. In den vergangenen Jahrzehnten gab es immer wieder Versuche einzelner Bürger, das Alte Rathaus mit seinen zwei Türmchen wiedererstehen zu lassen. „Bei 20 Millionen Euro Fördergeld sollte dafür auch was genutzt werden“, sagt ein Besucher.

Für die Frankfurter Straße wurde der Ruf nach barrierefreien Eingängen zu den Geschäften sowie nach ansprechenderen Fassaden laut. Zudem fehle es an Bäumen und Grün im Straßenbild.

Während in der Altstadt und der Innenstadt im Bestand geplant wird, braucht es für die „Neue Welt“ noch Fantasie, gibt es dort doch bisher größtenteils Pläne für die Bebauung. Dabei ist längst noch nicht alles in trockenen Tüchern, räumt Erster Stadtrat Stefan Schmitt (CDU) auf Nachfrage einer Bürgerin ein: So sei die Stadt immer noch in Verhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) über das Gelände der ehemaligen Bundesmonopolverwaltung.

Alle Anregungen fließen in ein Integriertes Handlungskonzept ein, das bis Jahresende vorliegen soll und Grundlage des Förderprogramms zum Stadtumbau ist.

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