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Neu-Isenburg Geschichte miterleben

Aktionen und Kostümführungen sollen Interesse an der lokalen Historie wecken. Städtische Museen verzeichnen seit Beginn der Aktionen mehr Besucher.

20.04.2017 22:04
Kulturprogramm in historischen Kostümen
Foto: Monika Müller

Geschichte durch Nachempfinden verstehen und dadurch Interesse für sie wecken – mit diesem Ansatz versucht das Kulturbüro, die Neugier der Bürger für die Stadtgeschichte zu wecken. Bettina Stuckard, Fachbereichsleiterin des Kulturbüros, und Christian Kunz, zuständig für das Stadtmuseum „Haus zum Löwen“ und das Zeppelinmuseum, demonstrierten jetzt als Schweinehirtin und Wissenschaftler, wie als Zeitzeugen kostümierte Museumsführer das Verständnis für die Vergangenheit wecken können.

Dies soll vor allem bei der zweiten Auflage des Theaterstücks „Eine Stadt macht Geschichte“ am 13. Mai um 15 Uhr im Haus zum Löwen passieren. Laienschauspieler führen die Besucher durch das Museum und lassen sie am Alltag der Hugenotten teilhaben. Eine Anmeldung für die Vorstellung ist unter 06102/56 09 194 nötig.

Bei der „Kleinen Nacht der Luftschiffe“, die am 29. April um 16 Uhr im Zeppelinmuseum beginnt, wird die Ausstellung „Fantasie-Luftschiff-Welten“ eröffnet. Jugendkulturpreisträger und Filmemacher Sven Marquart hat dazu einen Youtube-Film gedreht, der online über die Abfrage „Nacht der Luftschiffe Zeppelinheim“ zu finden ist.

Den Beruf des Hasenhaarschneiders erklärt Konrad Schneider am 5. Mai im Stadtmuseum. Dort ist noch bis zum 4. Juni die Sonderausstellung „Werden und Wesen der Reformatorischen Bewegung“ zu sehen.

Dem Thema Kindsmord widmet sich am Internationalen Museumstag am 21. Mai um 16 Uhrdas Stadtmuseum. Dabei liest Marita Metz-Becker aus ihrem Buch „Gretchentragödien“ und gibt Einblick in das Leben von Dienstmägden, die ungewollt vom Dienstherrn schwanger wurden. Die Lokalpolitikerin und Heimatforscherin Christel Malkemus erzählt von einer Frau, von der sie und und ihr Bruder als Kinder liebevoll betreut wurden und die als verurteilte Kindsmörderin in Neu-Isenburg lebte.

Zu allen Veranstaltungen gilt seit Anfang des Jahres als Eintrittspreis „Zahl, was du willst“. Die Aktion habe bisher ein Viertel mehr Besucher in die Museen und höhere Einnahmen gebracht, berichtet Kunz. sia

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