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Mainhausen Neues Wohngebiet

Die Stadt will einen externen Dienstleister mit dem Erwerb und der Entwicklung beauftragen. Steht die Frage, wie viel Entscheidungsgewalt die Gemeinde bereit ist, abzugeben.

Die Stadt Mainhausen möchte ein neues Wohngebiet im Ortsteil Zellhausen entwickeln. Dort, wo sich noch ausschließlich Ackerflächen befinden, sollen in einigen Jahren Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser stehen. Etwa acht Hektar groß wird das neue Zellhäuser Wohngebiet.

Auf Anfrage teilt die Stadt mit, dass sie ein solches Projekt personell nicht alleine stemmen könne. Entwickeln soll Zellhausen-Süd deshalb ein externer Dienstleister im Treuhandverfahren, der zudem die entsprechende Erfahrung mitbringe.

Den Beschluss, in Zellhausens Süden ein Wohngebiet zu errichten, hatte die Gemeindevertretung bereits im Frühjahr gefasst, nun haben sich zwei Dienstleister in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vorgestellt. Zuvor hatte die Stadt nach eigenen Angaben Gespräche mit vier Anbietern geführt.

Die Vertreter der Kommunalenentwicklungs GmbH aus Baden-Württemberg bieten zwei Modelle an: Sie könnte für die Stadt Flächen kaufen, entwickeln und erschließen. „Der Treuhänder handelt wie eine Tochtergesellschaft der Kommune“, heißt es. Oder Mainhausen schließt mit der Firma einen städtebaulichen Vertrag, die Firma handelt auf eigene Rechnung (Grunderwerbsmodell).

Der zweite Anbieter, ein Unternehmen aus Hanau, würde als treuhänderischer Betreuer agieren. „Beide Unternehmen haben unterschiedliche Projekte in unserer Region umgesetzt, die wir uns als Gemeindeverwaltung auch direkt vor Ort angeschaut haben“, sagt Bürgermeisterin Ruth Disser (SPD).

Die angebotenen Modelle lassen der Kommune unterschiedlich viel Entscheidungsgewalt. Wie viel sie davon abgibt, muss nun geklärt werden. „Die grundsätzlichen Leitlinien werden in unserem Haus festgelegt und muss die Gemeindevertretung beschließen“, heißt es aus der Stadt. Nicht berührt von den Leitlinien würden Detailfragen, etwa welches Pflaster verlegt werde, heißt es auch. Über die Auftragsvergabe an einen der beiden Anbieter muss der Gemeindevorstand entscheiden. Es folgen eine Wirtschaftlichkeitsberechnung und – nicht vor Frühjahr 2019 – erste Gespräche mit den Eigentümern. Bis dahin wisse die Stadt, was sie Entwicklung und Erschließung kosten werde.

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