Lade Inhalte...

Langen Kritik an Luther-Skulptur

Ein Kunstwerk zeigt die Silhouette des Refomators auf dem Luther-Platz. Die Humanistische Gesellschaft lehnen Luther als Vorbild für die heutige Gesellschaft aber ab.

1,90 Meter hoch, aus zehn Millimeter dickem Cortenstahl gelasert, das bald in lebendigen Farbtönen korrodieren soll. So sieht die neue Martin-Luther-Skulptur des deutsch-niederländischen Künstlers Andreas Kopp aus. Enthüllt wurde die Skulptur am vergangenen Mittwoch, dem Tag der Reformation, auf dem Martin-Luther-Platz in Langen. Mit ihr möchte die Stadt auf die Reformation und „deren Bedeutung für Gegenwart und Zukunft“ verweisen, heißt es in einer Pressemeldung des Landkreises Offenbach. Der hatte, zusammen mit Langen, der Sparkasse und der evangelischen Kirchengemeinde im Vorfeld den Wettbewerb „Kunst vor Ort“ für eine Luther-Skulptur ausgerufen, den Andreas Kopp für sich entscheiden konnte.

Nicht an der Veranstaltung teilgenommen hatte die Humanistische Gemeinschaft Egelsbach/Erzhausen/Langen. Die erklärte in einer Meldung, Martin Luther sei „mitverantwortlich für die deutsche Judenfeindschaft“. Daneben habe er „menschenverachtende Positionen“ gegenüber Frauen, „Hexen“, Behinderten und aufständischen Bauern vertreten. Die Humanistische Gemeinschaft lehne „Luther als Vorbild für unsere heutige Gesellschaft“ daher ab. „Es ist das gute und unbestrittene Recht aller Gläubigen, Martin Luther zu feiern und im Sinne ihre Religiosität zu ehren“, heißt es weiter in der Mitteilung. Ihn an einem öffentlichen Platz und gefördert mit öffentlichen Geldern durch eine Skulptur zu ehren, „halten wir in unserer heutigen aufgeklärten Gesellschaft für ein falsches Zeichen.“ 

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen