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Frauke Petry in Neu-Isenburg AfD-Veranstaltung verläuft friedlich

Frauke Petry spricht auf einer AfD-Wahlkampfveranstaltung in der Hugenottenhalle Neu-Isenburg. Dagegen formiert sich Widerstand. Der Abend im Überblick.

Bunt statt braun
Frauke Petry wird auf einer AfD-Wahlkampfveranstaltung in der Hugenottenhalle Neu-Isenburg sprechen. Dagegen formiert sich Widerstand. Foto: Nadine Leichter

In Neu-Isenburg protestieren Bürger gegen einen Wahlkampfauftritt der AfD-Frontfrau Frauke Petry. Die Bundessprecherin der „Alternative für Deutschland“ redete auf Einladung des Kreisverbands Offenbach-Land in der Hugenottenhalle. 

Die Ereignisse im Überblick:

19.40 Uhr: Angesichts des Regens zerstreuen sich die Demonstranten. Helge Kuhlmann von Die Partei stellt trocken fest: "Mir steht das Wasser in den Schuhen." Die AfD-Veranstaltung lief weiter. Im Trockenen.

19.36 Uhr: Unter den Demonstranten wird die Zahl der AfD-Interessierten mit 50 Personen deutlich geringer geschätzt.

19.30 Uhr: Die Veranstaltung läuft friedlich - auf beiden Seiten, das bestätigt auch ein Sprecher der Polizei.

19.20 Uhr: Ein neugieriger Bürger bittet um Einlass in die Halle "Darf ich hinein? Und wieder raus, wenn ich nicht mehr mag?" Wenig später lassen die Ordner der Halle niemanden mehr hinein mit der Begründung, die Veranstaltung habe begonnen.

19.18 Uhr: Ein Organisationshelfer, der seinen Namen nicht nennen will, schätzt, es seien mehr Demonstranten draußen, als Interessierte drinnen. Er beziffert die Zahl der Menschen in der Halle auf etwa 200.

19.08 Uhr: "Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda" rufen die Gegendemonstranten einer Gruppe Nachzügler entgegen, die noch zu der AfD-Veranstaltung in die Halle will. "Ob Ost, ob West, nieder mit der Nazi-Pest".

19 Uhr: Das Gewitter lässt die Zahl der Demonstranten drastisch schrumpfen. Vielleicht noch 30 Personen drängen sich unter dem kleinen Dach zusammen.

18.59 Uhr: Frauke Petry lässt sich immer noch nicht sehen. Sie ist offenbar längst da. Einer der Demonstranten sagt, er habe beobachtet, wie sie schon gegen 15 Uhr die Hugenottenhalle betrat.

18.50 Uhr: "Nationalismus raus aus den Köpfen", skandieren die Gegendemonstranten. Sie stehen jetzt eng zusammengedrängt, aber immerhin im Trockenen - und Pfeifen geballt.

18.45 Uhr: "Schön, dass auch das Wetter gegen die AfD protestiert", versucht ein Mitorganisator der Gegendemo den Regen schön zu reden. "Schade nur, dass wir hier im Nassen stehen". Aber die Polizei zeigt Verständnis und lässt die Demonstranten unter das Vordach der benachbarten Stadtbücherei.

18.40 Uhr: Alice Blum sagt, irgendwer wolle die Demonstranten zählen gehen. Die Zahl 250 fällt. Blum sagt: "Ich habe 50 Demonstranten angemeldet, ich hatte schon gedacht, ich stehe hier mit 20 Leuten. Was hier los ist, ist großartig!"

18.37 Uhr: Die Hugenottenhalle hat ihre Türen zwischenzeitlich geöffnet, die AfD-Interessenten kommen nur langsam vorwärts, denn die Kontrollen sind gründlich. Doch wenigstens stehen die Interessenten an der Veranstaltung im Trockenen. Die Gegendemonstranten harren dagegen im starken Regen aus, der pünktlich zum Einlass einsetzt.

18.34 Uhr: Einer der Gegendemonstranten ruft einer Bekannten zu: "Schatz, hast du Eier mitgebracht?"

18.27 Uhr: Etwa 30 Interessierte an der AfD-Veranstaltung warten auf Einlass. Rund 30 gut gerüstete Polizisten flankieren noch recht gelangweilt die Gruppen.

18.25 Uhr: Blum beschließt ihr Statement mit der Aufforderung: "Und jetzt wollen wir laut sein - gegen AfD, gegen Frauke Petry". Die versammelten mindestens 150 Gegendemonstranten befolgen die Aufforderung prompt und jubeln und klatschen laut.

18.20 Uhr: Alice Blum aus Neu-Isenburg hält eine flammende Rede, in der sie unter anderem vom Schießbefehl der AfD-Spitzenkandidatin Beatrix von Storch und Petrys späterer Bekräftigung desselben spricht.

18.15 Uhr: Auch die Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg will die Gegendemonstration unterstützen. Die Mitglieder wollen in T-Shirts mit der Aufschrift „Refugees welcome“ ein Spalier bilden.

18.10 Uhr: Auf Facebook haben mehr als 80 Personen ihre Teilnahme an der Demo mit dem Titel „Kundgebung gegen Frauke Petry in Neu-Isenburg“ zugesagt, mehr als 450 haben ihr Interesse daran bekundet. Mal sehen, wie viele letztendlich kommen.

18 Uhr: Die Neu-Isenburgerin Alice Blum hat eine Gegendemonstration ab 18 Uhr mit rund 50 Teilnehmern angemeldet, auf Facebook beworben und Flyer auf Märkten verteilt.

17:55 Uhr: Günter Geisder von der Initiative Aufstehen gegen Rassismus, Ableger Frankfurt, ist vor Ort, um die Demonstranten zu unterstützen. "Wir wollen doch zahlenmäßig überlegen sein", sagt er.

17.50 Uhr: Mit Kreide zeichnet eine Demonstrantin Botschaften gegen Rassismus und gegen die AfD auf den Weg, den die Wahlkampfinteressierten zur Halle nehmen müssen.

17:45 Uhr: Noch überwiegt die Zahl der Anwesenden Polizisten die der Demonstranten und derer, die die Rede Petrys im Inneren der Hugenottenhalle anhören wollen. 

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