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DRK-Pflegeheime im Kreis Offenbach Wirbel um DRK-Pflegeheime

Kreisgeschäftsführer Somesan hat dementiert, dass die fünf Heime des DRK-Kreisverbandes Offenbach verkauft werden sollen. Die Belegschaft befürchtete das.

Pflege
Werden dei DRK-Seniorenzentren in Landen, Egelsbach, Offenbach, Mühlheim und DIetzenbach verkauft? Foto: Michael Schick

Jede Menge Unruhe hat es in den vergangenen Tagen in den DRK-Seniorenzentren in Langen, Egelsbach, Offenbach, Mühlheim und Dietzenbach gegeben. Nach Meinung der Mitarbeiter gab es Anzeichen für einen Verkauf der Pflegeheime an einen privaten Investor. In einer kurzfristig anberaumten Betriebsversammlung zog der Betriebsrat deshalb auch Vertreter der Gewerkschaft Verdi zu Rate. Doru Somesan, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Offenbach, erklärte dem Betriebsrat jedoch tags darauf, dass ein Verkauf kein Thema sei.

Dass bei den rund 500 Mitarbeitern in den fünf Häusern des DKR-Kreisverbands Offenbach die Angst umging, erklärt die Betriebsratsvorsitzende Valentina Treptau mit einem Besuch von Axel Hölzer, dem Geschäftsführer der privaten Dorea-Gruppe, im Langener Seniorenzentrum. „Er ist von Somesan durchs Haus geführt worden, als der Heimleiter in Urlaub war“, sagt Treptau. Auch in den anderen Häusern soll er sich umgesehen haben.

Bei der Belegschaft schrillten die Alarmglocken – zumal es schon Monate vorher eine ähnliche Situation gegeben hatte, als ein Chinese bei einem Rundgang durch eines der Häuser gesichtet wurde. „Wir haben damals einen Brief an Geschäftsführer Somesan geschrieben und wollten wissen, was da Sache ist“, sagt die Betriebsratsvorsitzende. Die Antwort: Ein chinesischer Architekt habe die Häuser anschauen wollen, „weil er in China auch so was bauen will“, so Treptau.

Als dann wieder ein möglicher Investor durch die Räume geführt wurde, bat der Betriebsrat um ein Gespräch bei Somesan. „Zwei Tage lang haben wir versucht, ihn zu erreichen. Doch es hieß, er habe Termine“, erinnert sie sich. Die Belegschaft recherchierte über die Dorea-Gruppe und stellte dabei fest, dass das Unternehmen erst 2015 gegründet wurde „und schon massenweise Häuser aufgekauft hat“.

Der Betriebsrat organisierte daraufhin die Betriebsversammlung mit Verdi-Leuten, bat tags darauf um einen Termin bei Somesan im Büro in Offenbach. „Da hat er uns gesagt, dass er uns nicht verkaufen will“, so Treptau. Auch gegenüber der FR verlautbarte Somesan, dass es „keinen Beschluss des Kreisverbandes und seiner Gremien gibt, das Langener und die anderen Senioren-Zentren zu verkaufen.“ Jetzt sei wieder Ruhe eingekehrt, so Treptau.

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