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Dreieich Fast immer ausverkaufte Tribüne

Die Burgfestspiele Dreieichenhain haben in dieser Saison 24.650 Besucher angelockt. Damit wurde erstmals aus Auslastungsquote von 90 Prozent erreicht.

Varieté unter Sternen bei den Burgfestspielen Dreieich
Das Varieté unter Sternen war wieder der Publikumsmagnet der Burgfestspiele. Foto: Bürgerhäuser Dreieich

Auf Rekordjagd war man eigentlich nicht – zumal schon die vergangenen Jahre den Burgfestspielen Dreieichenhain immer wieder ausgesprochen gute Besucherzahlen beschert hatten. Trotzdem konnte Festspielleiter Benjamin Halberstadt von den Bürgerhäusern Dreieich nach dem Ende der diesjährigen Saison eine neue Bestmarke in der Beliebtheitsskala vermelden: Die Vorstellungen waren zu 90 Prozent ausverkauft.

Wie Halberstadt am Dienstag in einer Pressekonferenz berichtete, hatte die Auslastung in den vergangenen Jahren jeweils bei 89 Prozent gelegen. In dieser Saison wurde dieser Wert um einen Prozentpunkt getoppt. „Die Besucherzahl hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht, obwohl es statt 38 Veranstaltungen nur 36 gab“, sagte Halberstadt. 24 650 Gäste fanden zwischen 5. Juli und 19. August den Weg zu den Festspielen in der Burg Hayn – genau 60 Besucher mehr als im Jahr 2017. Insgesamt standen in diesem Jahr 27 500 Plätze zur Verfügung.

Die Bürgerhäuser als Veranstalter brauchen bei den Burgfestspielen knapp 80 Prozent Auslastung, damit die Kosten wieder reinkommen. „Je weniger wir bei den Burgfestspielen zuschießen müssen, desto mehr bleibt uns vom Kulturetat für andere Veranstaltungen übrig“, sagte Halberstadt. Das Gesamtbudget liege bei mehr als einer halben Million Euro, hatte Wolfgang Barth, der künstlerische Leiter der Bürgerhäuser, Anfang Juli der FR erklärt. „Kultur kostet Geld“, sagte Halberstadt. Wenn man auf der freien Wiese spiele, sei der Aufwand für die Infrastruktur groß. „Und die Burg ist quasi eine freie Wiese.“

17-mal waren die Freiluftvorstellungen auf der romantischen Naturbühne ausverkauft. Am beliebtesten war das Varieté unter Sternen. Aber auch die italienischen Opernnächte fanden so viele Freunde, dass eine zusätzliche Aufführung ins Programm genommen wurde, die dann ebenfalls vor vollem Haus über die Bühne ging. „Der Alchemist“ fiel allerdings ins Wasser, da der Schauspieler Matthias Scheuring vom Ensemble „Barock am Main“ überraschend erkrankte. Die Veranstalter sorgten kurzfristig mit der Vorstellung „Carmen a trois“ für Ersatz. „20 Prozent der Gäste haben ihre Karten zurückgegeben“, blickte Benjamin Halberstadt zurück.

In den sechs Wochen Festspielzeit fiel kein einziger Tropfen Regen. Das sei in den zwölf Jahren, in denen die Bürgerhäuser nun die Festspiele organisieren, noch nie vorgekommen, sagte Halberstadt – wobei es dank Trockentuch und Regencape für die Besucher in den zwölf Jahren auch noch keinen wetterbedingten Ausfall gab.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Der Vorverkauf für die kommende Festspielsaison vom 2. Juli bis 18. August 2019 beginnt zwar erst in der zweiten Novemberhälfte, aber das Programm planen die beiden Leiter der Bürgerhäuser schon seit dem Frühjahr. Das Varieté unter Sternen ist auf jeden Fall schon gesetzt.

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