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Dietzenbach Gemeinsamer Nenner Friede

Nach der „Friedenswanderung“ gründet sich die Arbeitsgemeinschaft der Religionen in Dietzenbach (ARD). Der Grundstein für den Zusammenschluss der acht religiösen Gemeinden wurde bereits 2010 gelegt.

14.06.2011 22:14
Nina Lenhardt

Nach der „Friedenswanderung“ gründet sich die Arbeitsgemeinschaft der Religionen in Dietzenbach (ARD). Der Grundstein für den Zusammenschluss der acht religiösen Gemeinden wurde bereits 2010 gelegt.

Bierbänke stehen in dem blauen Zelt mit den gelben Sternen. Unter Sicherheitsnetz und Trapez sitzen Menschen unterschiedlichen Glaubens in Grüppchen zusammen. Einige sind mit ihrer Gemeinde und zu Fuß in den Hessentagspark gekommen. Kein Marsch, bei dem alle in die gleiche Richtung liefen, sondern eine Wanderung sollte das gewesen sein, sagt Moderator Horst Schäfer auf der kleinen Bühne.

Nach der „Friedenswanderung“ hat sich am Samstag die Arbeitsgemeinschaft der Religionen in Dietzenbach (ARD) gegründet. Der Grundstein für den Zusammenschluss der acht religiösen Gemeinden wurde bereits 2010 mit der Erarbeitung der Grundsätze und Aufgaben gelegt.

„Der interreligiöse Dialog ist schon relativ alt, aber die Verbindlichkeit hat gefehlt“, sagt Uwe Handschuch, Pfarrer der evangelischen Martin-Luther-Gemeinde. Die ARD- Mitglieder wollten deutlich machen, dass sie unterschiedliche Menschen seien und trotzdem friedlich miteinander umgehen könnten. Denn Frieden sei so etwas wie der große gemeinsame Nenner aller Gemeinden.

Dabei gehe es aber nicht nur um die interne Kommunikation: „Wir wollen nach außen in die Stadt wirken.“ Daher engagiere sich ARD bei religiösen Fragestellungen für das Integrationskonzept, das die Stadt nun erarbeite.

Bürgermeister Jürgen Rogg (parteilos) bezeichnete die Urkundenunterzeichnung als „geradezu historisches Ereignis“ für die Stadt. Er betonte, dass 25 Prozent der Einwohner islamischer Herkunft seien und es schlicht an der Zeit sei, sich zusammenzusetzen.

Als entscheidenden ARD-Katalysator sieht Pfarrer Handschuch den früheren Verwaltungsrichter für Asylrecht, Horst Schäfer, der keiner der acht Gemeinden angehört. Der sagt, dass er über Freundschaften Zugang zu allen Gemeinden habe. „Ich möchte den Leuten vermitteln, wie schön und wichtig das für unsere Gesellschaft ist.“ Mit diesem Anliegen habe er offene Türen bei den Gemeinden eingerannt, sagt der 67-jährige Schäfer. Erste ARD-Aktion für den Herbst wird eine Gesprächsrunde zum Thema „Umgang mit alten Menschen“.

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