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Benefizaktion Ruderregatta unterstützt Krebspatienten

Ruderverein, Langener Klinik und Mainzer Stiftung veranstalten eine Benefizaktion.

07.05.2013 22:26
Monica Bielesch

Sport ist für Krebspatienten eine wichtige Unterstützung bei der Genesung und hilft, die Auswirkungen der Chemotherapie in Grenzen zu halten. Das belegen nach Aussage des renommierten Onkologen Klaus Schrott, Mitbegründer der Stiftung „Leben mit Krebs“, mittlerweile viele Studien. An der Asklepios-Klinik Langen gibt es für Krebspatienten daher ein medizinisch kontrolliertes Sportprogramm. Die dortige Gymnastikgruppe und die Nor-dic-Walking-Gruppe sollen der Rehabilitation und Krankheitsbewältigung dienen.

Um bundesweit solche Sportangebote für Krebspatienten gezielt zu unterstützen, initiierte Schrott vor acht Jahren mit seiner Mainzer Stiftung die Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“. Nachdem im vergangenen Jahr dafür in Offenbach rund 50 Teams an den Start gingen, ist am 29. September der Mühlheimer Ruderverein Ausrichter. Die Erlöse sollen an die zwei Sportgruppen der Klinik in Langen gehen. „Weil die Krankenkassen diese Sportgruppen nicht bezuschussen“, so Frank Müller-Hillebrand, Chefarzt der Anästhesie der Asklepios- Schwesterklinik in Seligenstadt. An der dortigen Klinik profitiert eine Maltherapiegruppe für Krebspatienten von der Benefizaktion.

„Krebs ist kein Todesurteil mehr. Man kann mit Krebs leben“, betonte Onkologe Schrott. Sport sei eine Möglichkeit, Kranke aus der Isolation zu holen und neue soziale Kontakte zu ermöglichen. Die Benefizregatta in Mühlheim ist Teil einer bundesweiten Regattaserie mit insgesamt neun Austragungsorten von Kiel bis Heidelberg. Unterstützt wird der ausrichtende Ruderverein Mühlheim von der Stiftung „Leben mit Krebs“ sowie der Sportförderung des Kreises Offenbach. Einer der Schirmherren ist Landrat Oliver Quilling. Er wird am 29. September persönlich ins Boot steigen und in die Riemen greifen.

In jedem Boot sitzt ein Viererteam, das Startgeld pro Team beträgt 250 Euro. 200 Euro gehen als Spende an die onkologischen Sportgruppen in Langen.

Da jedes Team vor der Regatta vier Trainingseinheiten erhält, könnten sich auch Anfänger anmelden, so Schrott. Start und Ziel der 300 Meter langen Strecke liegen vor dem Bootshaus des Mühlheimer Rudervereins. Die knapp 230 Mitglieder des Vereins freuen sich laut ihrem Vorsitzenden Stefan Mieth auf die Regatta, mit der sie nicht nur krebskranke Menschen unterstützen können, sondern auch für ihren Sport werben wollen. Der Ruderverein ist der einzige seiner Art im Kreis und nennt 54 Boote sein eigen. Für die Regatta haben die Asklepios-Klinik Seligenstadt sowie die Kreisverwaltung schon Mannschaften gemeldet.

Noch bis zum 30. August läuft die Anmeldefrist. Teilnehmer, die nicht als Sieger ins Ziel gehen, erhalten Trainingsgutscheine.

Nähere Infos und Anmeldungen: www.rudern-gegen-krebs.de.

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