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Rassegeflügelzucht in Mörfelden-Walldorf Vorzügliches Federvieh

Geflügelzüchter Manfred Klein aus Walldorf hat mit dem Tier bei der nationalen Bundessiegerschau der Rassegeflügelzüchter in Dortmund gewonnen.

20.01.2012 09:06
Seit 25 Jahren hält Manfred Klein Hühner. Foto: Anette Waldhoff

Starallüren hat sie keine. Die Henne der Rasse Orpington, gelber Farbschlag, posiert in aller Ruhe für die Kamera und ist auch ansonsten ein ruhiger Typ. Dabei hätte sie allen Grund zu aufgeregtem Flügelschlagen: Geflügelzüchter Manfred Klein aus Walldorf hat mit dem Tier bei der nationalen Bundessiegerschau der Rassegeflügelzüchter in Dortmund gewonnen.

Einen Namen hat die Henne nicht, lediglich ein Ring mit der Nummer DU 689 weist auf ihre Herkunft hin und bescheinigt, wer die Gewinnerin ist. Schließlich sieht die junge Dame ihren Schwestern nicht ganz unähnlich, sogar ihr Züchter Manfred Klein muss beim Fototermin genauer hinschauen, welche der Hennen das Sieger-Huhn ist.

Das spricht für die züchterischen Fähigkeiten des Besitzers. Er hegt und pflegt seine Hühner seit rund 25 Jahren, früher im größeren Stil auf dem Gelände der Walldorfer Kleintierzüchter, heute etwas zurückgeschraubt im Stall auf dem heimischen Grundstück in der Langstraße.

Am Anfang war noch weiß-geschecktes Federvieh dabei, heute sind es nur noch die gelben. Ganz genau achtet der Walldorfer auf die Zusammensetzung des Futters, ist täglich im Stall, untersucht die Hühner auf Schädlinge oder Krankheiten und spricht ihnen gut zu.

Aber warum ausgerechnet Orpington-Hühner? „Irgendwo fällt die Liebe hin“, sagt Manfred Klein und lacht. Er habe eben ein großes und ruhiges Huhn haben wollen, und am Züchten habe er einfach Spaß.

Hühner landen im Kochtopf

Klein ist ein ambitionierter Züchter, er will möglichst nah dran sein an den vorgegebenen Zuchtstandards für diese Hühnerrasse. Das ist dem 69-Jährigen, der selbst schon dreimal die Haupt-Sonderschau für Orpington-Hühner nach Walldorf geholt und federführend ausgerichtet hat, des Öfteren gelungen. Schon mehrfach wurden seine Tiere bei unterschiedlichen Schauen ausgezeichnet, wie 1997 und 1998, als er Deutscher Meister wurde, oder eben jüngst bei der international viel beachteten Bundessiegerschau, wo mehr als 18?000 Käfige standen. Seine Henne mit der Ring-Nummer DU 689 erhielt die Bestnote „vorzüglich“.

Das allerdings wird sie nicht vor dem Schicksal schützen, welches alle Hühner der Familie Klein ereilt: Irgendwann wird auch dieses Huhn fachgerecht geschlachtet werden und im heimischen Kochtopf landen. (eda.)

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