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Mörfelden-Walldorf Gute Aussichten

Bis Mitte April soll der Oberwaldberg ein attraktives Ausflugsziel sein.

17.01.2013 13:14
Bei schönem Wetter lässt sich vom Plateau aus ein Blick über die Frankfurter Skyline genießen. Foto: Timo Jaworr

Der Oberwaldberg bei Mörfelden ist mit rund 145 Metern die höchste Erhebung im Kreis Groß-Gerau. Vom oberen Plateau aus scheint die Frankfurter Skyline zum Greifen nah, der Blick geht bis zum Taunus und zum Odenwald. Bei gutem Wetter sind die Weinberge am Rhein zu erkennen. Seit längerer Zeit gibt es Pläne, die ehemalige Mülldeponie zu einem attraktiven Ausflugsziel zu gestalten. Jetzt sollen die Arbeiten beginnen.

Unter dem Titel „Hoch hinaus und weit geblickt“ waren Anfang 2011 Pläne vorgestellt worden, zwei Aussichtsplattformen, schönere Wege, Plätze um Verweilen und einen Energielehrpfad zu schaffen.
Nach den damaligen Entwürfen hätte auf der Nordseite des Gipfelplateaus für rund 50?000 Euro eine über die Böschung hinausragende Plattform entstehen sollen. Eine ebenso teure Plattform war auf halber Höhe geplant, damit auch Besucher mit Mobilitätseinschränkungen den Blick genießen können.

Die Gesamtkosten waren auf 370?000 Euro geschätzt worden, die Stadt Mörfelden-Walldorf wollte bis zu 100?000 Euro beisteuern. Umgesetzt wurden die ambitionierten Pläne bislang nicht – eine abgespeckte Version soll nun verwirklicht werden.
Die über den Hang hinausreichenden Plattformen seien aus statischen Gründen nicht möglich, teilte Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD) bei einem Pressegespräch mit. Das Regierungspräsidium habe nur eine Gründung in bis zu 50 Zentimeter Tiefe zugelassen, was nicht gereicht hätte.

Stattdessen seien jetzt zwei Aussichtsplattformen aus Drahtschotterkörben vorgesehen, die auf den weitgehend ebenen Flächen angelegt werden sollen.
Wie Becker weiter informierte, soll die Regionalpark RheinMain Südwest GmbH die Bauherrenschaft für das nun als „Anbindung des Oberwaldbergs an die Regionalparkroute“ bezeichnete Projekt übernehmen. Im Gegensatz zur Kommune könne die Regionalpark GmbH auch nachverhandeln.

Die jetzigen Pläne sehen ferner vor, den Eingang zum Oberwaldberg neu zu gestalten und unter anderem einen Baumhain mit sechs Linden zu schaffen. Auf einer Zwischenebene soll es Sitzgruppen geben, auch der Eingang am Oberwaldsee (Ostseite) wird aufgewertet.

Gegenüber den ursprünglichen Planungen wird es jetzt deutlich günstiger. Die Gesamtkosten werden noch auf 175?000 Euro geschätzt. Die Riedwerke, denen die Nachsorge für die ehemalige Deponie obliegt, stellen 57?000 Euro bereit. Die Regionalpark GmbH beteiligt sich mit 50?000 Euro, die Stadt gibt bis zu 75?349 Euro, sodass rund 182?000 Euro zur Verfügung stehen. Die Abfall- und Wirtschafts-Service GmbH (AWS) finanziert aus eigenen Mitteln einen Energielehrpfad mit zehn Stationen an den Erschließungswegen.

Baubeginn ist – je nach Witterung – Ende Januar oder im Februar. Bis Mitte April soll dann alles fertig sein. (mz.)

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