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Mörfelden-Walldorf Bürger entscheiden über Feuerwehrstandorte

Monatelang stritten Gegner und Befürworter eines gemeinsamen Standorts für die Feuerwehr von Mörfelden-Walldorf. Nun ist eine Lösung in Sicht: Die Bürger sollen abstimmen.

Feuerwehr
Die Feuerwehr im Einsatz (Symbolbild). Foto: Götz Nawroth

Zwei Gerätehäuser oder ein zentraler Standort für die Freiwilligen Feuerwehren? Nach Monaten des Clinches zwischen Gegnern und Befürwortern eines gemeinsamen Standortes zeichnet sich eine Lösung ab: Die Bürger von Mörfelden-Walldorf (Kreis Groß-Gerau) sollen selbst abstimmen. Wie Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD) mitteilte, ist ein entsprechendes Bürgerbegehren zulässig. Das nötige Quorum sei mit 4731 gültigen Unterschriften erreicht, auch alle übrigen rechtlichen Voraussetzungen seien erfüllt.

Die Entscheidung über die Zukunft der Feuerwehr soll laut Becker „frühestmöglich erfolgen, um Klarheit zu erreichen, in welche Richtung weitergearbeitet werden kann“. Bis zur abschließenden Entscheidung sollen keine weiteren Planungsschritte vorangetrieben werden. Lediglich an der Sachaufklärung aufgeworfener Fragen, wie der Erreichbarkeit des möglichen neuen Standortes, werde gemeinsam mit Mitgliedern der Feuerwehr gearbeitet. Da der Hessische Städte- und Gemeindebund das Bürgerbegehren für zulässig hält, müssen die Stadtverordneten in ihrer nächsten Sitzung am 11. September dem Vorschlag des Magistrats folgen und der Durchführung eines Bürgerentscheids zustimmen. Dieser soll am 16. Dezember 2018 erfolgen.

Die Stadtverordneten hatten im Juni für den Bau eines neuen zentralen Feuerwehrstandortes votiert, den jedoch die beiden Wehren ablehnen, weil sie befürchten, die Wege zu den Bränden würden zu lang werden.

Die Rathauskoalition aus SPD, Freien Wählern und FDP befürwortet einen zentralen Standort an der B44 / Wageninger Straße. Die beiden Gerätehäuser sind laut Becker zu klein für moderne Fahrzeuge und nicht mehr zeitgemäß. Sie müssten saniert und ausgebaut werden, was geschätzte 9 Millionen Euro kosten würde. Die Kosten für den zentralen Neubau lägen bei 9,9 Millionen.

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