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Groß-Gerau Dauerwelle für lau

Die angehenden Friseure im dritten Ausbildungsjahr der schulischen Abteilung Ernährung, Hauswirtschaft, Gesundheit und Körperpflege bieten kostenlos Haarschnitt und Styling für hilfsbedürftige Menschen der Groß-Gerauer Tafel an.

16.07.2015 18:56

Menschen, die mit wenig Geld auskommen müssen, überlegen oft ganz genau, ob sie sich den Wunsch erfüllen können, etwas für die eigene Schönheit und fürs Wohlbefinden zu tun: „Ein Friseurbesuch ist teuer. Meine letzte Dauerwelle habe ich vor vier Jahren machen lassen“, sagt eine Frau, die im Friseursalon der Beruflichen Schulen Platz genommen hat. Glücklich schüttelt sie nun das lange Haar, das in sanften Wellen über ihre Schultern fällt.

Möglich machten das die angehenden Friseure im dritten Ausbildungsjahr der schulischen Abteilung Ernährung, Hauswirtschaft, Gesundheit und Körperpflege. Sie boten kostenlos Haarschnitt und Styling für hilfsbedürftige Menschen der Groß-Gerauer Tafel an. Das Projekt „Beauty Day“, initiiert von Fachlehrerin Anna König, das es zum zweiten Mal gab, stieß auf große Resonanz. „Von 8 bis 16 Uhr haben wir Anmeldungen auf allen Plätzen“, freute sich die Lehrerin.

Gewinn für beide Seiten

Sie sieht in dem Projekt einen Gewinn für alle Beteiligten. „Unsere Auszubildenden meistern die enge zeitliche Taktung, vergleichbar dem oft hektischen Friseuralltag, und arbeiten dennoch konzentriert sowie passgenau zum Typ des Kunden. Diese wiederum kommen in den Genuss unentgeltlicher Haar- und Schönheitspflege.“

Neben den Anmeldungen gab es auch Besucher, die spontan reinschauten. Weggeschickt wurde keiner. Die Auszubildenden arbeiteten mit Freude und im Bewusstsein wohltätigen Engagements. „Sie sind Feuer und Flamme für den Projekttag, geben eventuelles Trinkgeld als Spende ab“, betonte Anna König. Auch Friseurlehrlinge des ersten Ausbildungsjahrs seien vom „Beauty Day“ begeistert gewesen, erwähnte die Lehrerin beiläufig: Noch nicht ganz perfekt im Beruf, taten sie Gutes, indem sie ein Pausenbüfett in der Schule anboten, dessen Erlös – ebenso wie die Trinkgelder der Friseurinnen – der Wiesbadener Stiftung Bärenherz für sterbenskranke Kinder zukommt. (lot)

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