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Büttelborn Entschieden gegen Giftmüll

Die Bürgerinitiative „Nein zu Giftmüll in Büttelborn“ wächst stetig . Mittlerweile wehren sich rund 250 Mitglieder gegen den Bau einer Bodenbehandlungsanlage auf der Mülldeponie.

13.07.2011 11:20

Nach Angaben von Armin Hanus, Sprecher der Initiative, umfasst der E-Mail-Verteiler inzwischen rund 370 Adressen.

Auch das Leitungsteam der Bürgerinitiative wächst. Mit Judith Imlauf (Rechtsfragen) und Mohana Chenchanna-Merzhäuser (Medizinische Beratung) sind zwei weitere Ressorts besetzt. Außerdem wurden Maria Eiden-Steinhoff (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) und Bernd Petri (Naturschutzbund) zu stellvertretenden Sprechern ernannt.

Die Firma Baustoffaufbereitung K & S (BKS) plant den Bau einer Bodenbehandlungsanlage. Neben belasteten Böden sollen Tankschlämme, Filterschlacken aus Verbrennungsanlagen und Farbreste aufbereitet werden, die teils hochgiftige Stoffe enthalten.

Die Botschaft der Bürgerinitiative ist klar: „Wir wollen keine gefährlichen Stoffe in Büttelborn“, sagt Hanus. Auf der Agenda stehen in den nächsten Wochen Gespräche mit den Kreistagsfraktionen. Nach den Ferien soll es eine weitere Bürgerversammlung geben. „Wir erhoffen uns eine andere Kommunikation, erwarten, dass die Politiker die Bürger ernst nehmen, auf ihre Fragen antworten“, so Eiden-Steinhoff.

Gespräche mit dem Landrat

Dass sich sowohl der Kreistag als auch die Gemeindevertretung gegen den Bau der Anlage ausgesprochen haben, bewertet die Initiative ebenso positiv wie ein Gespräch mit Landrat Thomas Will (SPD). Er habe glaubhaft gemacht, dass das Thema ernsthaft bearbeitet werde und die Anlage nicht gewünscht sei.

Die Hoffnungen der Initiative ruhen darauf, dass die BKS den Bauantrag zurückzieht. Anderenfalls wollen sie vor Gericht gehen.

Das Verhindern der Bodenbehandlungsanlage ist für die Bürgerinitiative derzeit die vorrangige Aufgabe. Armin Hanus und seine Mitstreiter denken allerdings schon weiter. Hanus etwa fordert, dass Kreis und Riedwerke die Kontrolle über die gesamte Deponie zurückgewinnen müssten. Er plädiert dafür, eine Gesamtkonzeption zu entwickeln und den Bürgern vorzustellen. „Wir erleben den Wandel von der Hausmülldeponie zum Gewerbegebiet“, sagt Bernd Petri und wirft die Frage auf, wann die Deponie renaturiert zurückgegeben wird.

Angesichts der Pläne der AWS, eine Halle für die Hausmüll-Zwischenlagerung zu bauen, regt Hanus ein Moratorium an. Bevor nicht klar sei, wie sich die Deponie entwickeln werde, sollte nichts gebaut werden.( mz)

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