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Bürgermeisterwahl in Rüsselsheim Zweiter Anlauf zum Bürgermeisteramt

Die Bürgermeisterstelle in Rüsselsheim ist ausgeschrieben worden, nachdem im Mai die Wiederwahl des Amtsinhabers gescheitert war. Nun tritt Bürgermeister Dennis Grieser (Grüne) gegen den CDU-Chef an.

Bürgermeisterwahl in Rüsselsheim
von den Grünen bewirbt sich um eine neue Amtszeit als Bürgermeister. Foto: Silv Malkmus

Nach der Mitte Mai gescheiterten Wiederwahl von Bürgermeister Dennis Grieser (Grüne) hat die Stadt Rüsselsheim den am zweitbesten dotierten hauptamtlichen Posten im Rathaus – nach dem des Oberbürgermeisters – öffentlich ausgeschrieben.

Der 39-jährige Grieser hatte in der Stadtverordnetensitzung am 17. Mai mit starrem Blick die Verkündung des Abstimmungsergebnisses verfolgt. Für ihn waren damals nur 22 Ja-Stimmen aus den Reihen von SPD, Grünen und der Fraktion Die Linke/Liste Solidarität abgegeben worden. 23 Stadtverordnete votierten gegen den Juristen. Wie angekündigt, hatte die Fraktion „Wir sind Rüsselsheim“, die mit Rot-Rot-Grün nach der Kommunalwahl vor zwei Jahren ein Bündnis geschlossen hatte, gegen Grieser gestimmt, obwohl die Fraktion im Dezember noch seine Wiederwahl beantragt hatte. Nach der Kehrtwende war das Viererbündnis am Ende.

Nach der gescheiterten Wiederwahl musste die nach Besoldungsgruppe B4 (7775 Euro monatlich) dotierte Stelle ausgeschrieben werden. Sie soll „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ für die Amtsdauer von sechs Jahren besetzt werden.

Die Stellenausschreibung wurde offenbar bewusst sehr weit gefasst. Laut Ausschreibungstext wird „eine qualifizierte, aufgeschlossene Persönlichkeit mit Führungsqualitäten“ gesucht. Von den Bewerberinnen und Bewerbern wird eine „überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft, ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit und hohe Flexibilität“ erwartet. Erwünscht sind zudem „engagiertes, zielorientiertes Arbeiten sowie die Fähigkeit, in Konfliktsituationen konstruktiv konsensfähige Lösungswege zu finden“. Erfahrungen in der Kommunalpolitik werden erwünscht, ebenso wie Erfahrungen in den Bereichen Jugend, Schule, Soziales, Integration und Kultur. Neben den Aufgaben für die Dezernate fungiert der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin zugleich als Stellvertreter oder Stellvertreterin des Oberbürgermeisters.

Grieser hat bereits vor einigen Wochen erklärt, erneut für eine zweite Amtszeit zu kandidieren. Er sei „die beste Wahl für diese Stelle“, äußerte auch die Grünen-Fraktionsvorsitzende Maria Schmitz-Henkes.

Grieser wird vom CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Thorsten Weber herausgefordert, der Anfang Juli die kommissarische Geschäftsführung des CDU-Kreisverbands Frankfurt übernommen hat.

Die Bewerbungsfrist endet am 8. Oktober. Danach wird sich der Wahlvorbereitungsausschuss mit den Bewerbungen beschäftigen, so dass in der Stadtverordnetensitzung am 15. November die Wahl stattfinden könnte.

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