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Villa Wertheimber Keine Neubauten im Gustavsgarten

Das Bündnis lehnt den CDU-Vorschlag zur Sanierung der historischen Anlage ab. Der historische Garten wird im kommenden Frühjahr wieder geöffnet.

30.09.2011 22:39
Martina Propson-Hauck
Die denkmalgeschützte Villa Wertheimber. Foto: Renate Hoyer

Mit 25 zu 22 Stimmen hat sich das Bündnis aus Grünen, SPD, BLB und NHU gestern Abend im Stadtparlament gegen jegliche Neubebauung auf dem Gelände der ehemaligen neurologischen Klinik ausgesprochen. Die CDU hatte vorgeschlagen, einen Teil des Areals zur „maßvollen Wohnbebauung“ zu verkaufen und aus den Erlösen von etwa drei bis fünf Millionen Euro die Erhaltung und Sanierung des Gustavsgartens zu finanzieren. Auch die FDP hatte für die Bebauung plädiert.

Oberbürgermeister Michael Korwisi (Grüne) kündigte während der Sitzung an, dass der historische Garten, der ein Teil der Landgräflichen Gartenlandschaft ist, bereits im nächsten Frühjahr wieder für die Öffentlichkeit zugänglich werden soll. „Dann können wir uns gemeinsam an der verwilderten Schönheit erfreuen“, warb er bei der CDU um Verständnis. Bereits vor einigen Wochen sei im Rathaus eine Konzeptgruppe aus Natur-, Landschafts- und Denkmalschützern gegründet worden, die daran arbeite, zunächst den Zustand des Gartens von 2003 wieder herzustellen.

Leerstand seit acht Jahren

Seither stand das 6,4 Hektar große Areal mit der denkmalgeschützten Villa Wertheimber, einem Pförtnerhaus, einem Tempel von 1830 und maroden Neubauten der neurologischen Klinik leer. Zwischenzeitlich war dort die ARD-Serie „Geld.Macht.Liebe“ gedreht worden. 2010 hatte die Stadt das Gelände vom Bund für 7,2 Millionen Euro gekauft.

Die überwucherten Wege im weitläufigen Park sollen nun freigelegt, Bäume, die umzustürzen drohen, gesichert oder entfernt werden. Auch Blumenrabatten sollen im Frühjahr blühen.

„Der Besitz von Grund ist im Moment wichtiger als der Besitz von Geld“, sagte der OB. Wenn sich nachfolgende Generationen in 30 Jahren entscheiden wollten, den Rand des Areals zu bebauen, könnten sie das tun. Solange nämlich sei die Stadt ohnehin verpflichtet, den Gewinn aus dem Verkauf eines Teils zur Bebauung mit dem Bund zu teilen.

Die Sanierung des Gustavsgartens sei „nicht für kleines Geld zu haben“, hatte Ursula Conzelmann für die CDU dem OB entgegengehalten. Der Garten sei „kultiviert verwahrlost“, sagte sie und schwärmte von romantischen Rhododendren und dem „Lusthäuschen“.

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