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Vereine in Bad Homburg Mehr Raum für Sportverein

Die TSG Ober-Eschbach will auf das Gelände der maroden Albin-Göhring-Halle ziehen. Am Massenheimer Weg soll das „Sportzentrum Süd“ entstehen.

Vereine in Bad Homburg
Die Albin-Göhring-Halle hat als Sportstätte ausgedient. Foto: Renate Hoyer

„Sportzentrum Süd“ lautet der Planungstitel für ein Neubauvorhaben, das die Stadt Bad Homburg am Massenheimer Weg entwickeln möchte. Nahe von Fußballplatz und Eschbachtal soll eine doppelte Drei-Feld-Halle hochgezogen werden – veranschlagt sind zurzeit Gesamtkosten von 19,7 Millionen Euro. Verschwinden werde, so lässt die Verwaltung mitteilen, die dort angesiedelte und als „total marode“ charakterisierte Albin-Göhring-Halle. Mit dem Abriss des 1972 realisierten Bauwerks soll auch dessen Namen getilgt werden.

„Hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen“, sagt Holger Fritzel, erster Vorsitzender der TSG Ober-Eschbach. Und verweist auf einen Mann, der als letzter Bürgermeister der einst selbstständigen Gemeinde und langjähriger TSG-Chef den nach ihm benannten Sportstätten-Bau maßgeblich vorangetrieben hat. Schon aus historisch-verpflichtenden Gründen könne auf die Nennung Albin Göhrings nicht verzichtet werden. Von großer Bedeutung ist auch das, was auf etwa 2000 Quadratmetern der Grundstücksfläche zusätzlich entstehen soll. Vorgelagert zur projektierten Doppelhalle will sich der 11 000 Mitglieder starke Ortsverein ansiedeln und einen neuen Standort schaffen. 25 mal 15 Meter könnte das neue Domizil im Grundmaß betragen, in seinem Inneren Turn-, Lager- und Versammlungsräume, Schießstand und Gastwirtschaft versammelnd. „Eine zeitgemäße Vereinsanlage, die positiv ausstrahlen wird und Schubkraft entwickeln dürfte.“ In Gesprächen mit der städtischen Verwaltung berate man gerade die Grundstücksfrage – Erbpachtnahme oder Ankauf der Fläche seien Optionen. „Die TSG möchte auch weiterhin Eigentum besitzen.“

Das bisherige Eigentum kann zwecks Finanzierung – „seriöse Aussagen zu möglichen Kosten sind noch nicht zu machen“ – in die Waagschale geworfen werden. Umgeben von Wohnhäusern befindet sich die alte Vereinshalle in der Ober-Eschbacher Straße 30, ein Gebäude, das vor 1900 als Tanzsaal des Gasthauses „Zur Stadt Friedberg“ errichtet wurde und mittlerweile in „desolatem Zustand“ ist. Der dortige Platz, so Holger Fritzel, sei gnadenlos überbaut und nicht mehr erweiterungsfähig. „Jede Investition wäre Murks.“ Wenn der neue Standort steht, soll der bisherige geräumt und als Wohngrund verkauft werden. Für die 1,2 Millionen Mark teure und Ende der 1980er Jahre erfolgte Sanierung stehe die endgültige Tilgung des damals benötigten Darlehens unmittelbar bevor.

Deutschlandweit bekanntes Aushängeschild des aus fünf Abteilungen bestehenden Vereins sind die Handballer. Während das Damenteam in der dritten Bundesliga agiert, kämpfen die Männer auf Verbandsebene. „Ober-Eschbach ist seit jeher ein Handball-Dorf.“ Was aber, wenn die Heimspielstätte in der abbruchreifen Albin-Göhring-Halle übergangsweise wegfällt? „Wir suchen nach Ausweichquartieren für die wöchentlichen Übungseinheiten.“ Was keineswegs leicht sei. 
Am Massenheimer Weg sollen die Abrissarbeiten frühestens im Sommer 2020 beginnen. Stadt und TSG wollen danach in paralleler Planung ihre neuen Gebäude errichten. Vereinsvorsitzender Fritzel rechnet mit einer Bauzeit von anderthalb Jahren. 

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