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Theaterfestival Starke Stücke für junge Leute

Im Bad Homburger E-Werk hat das 18. Internationale Kinder- und Jugendtheaterfestival Rhein-Main begonnen. Der Schwerpunkt liegt auf dem Tanztheater, aber auch fremdsprachige Produktionen sind dabei.

07.03.2012 23:08
Martina Propson-Hauck
Mama, Papa und Ragazza: Italienisches Familienleben auf der E-Werk-Bühne. Foto: Rolf Oeser

Das Bad Homburger E-Werk hat gestern im Mittelpunkt der hessischen Theaterwelt gestanden. Zumindest waren dort viele aus der Szene des Kinder- und Jugendtheaters vertreten. Im E-Werk wurde das 18. Internationale Kinder- und Jugendtheaterfestival Rhein-Main unter dem Titel „Starke Stücke“ eröffnet.

Bad Homburg beteiligt sich seit 2010 an dem Projekt, das 1994 als reines Frankfurter Festival gegründet worden war und seit 2009 von der Kultur-Region Frankfurt Rhein-Main aufgenommen wurde. „Wir sind stolz darauf, diesmal auch hier beginnen zu dürfen“, sagte Kulturdezernentin Beate Fleige bei der Eröffnung. Aus eigener Kraft könne das als Kindertheaterstätte zwar längst etablierte E-Werk allerdings keine solch internationalen Produktionen zeigen.

Flotter italienischer Alltag

Eröffnet wurde das Programm mit dem Stück „Storia di una famiglia“ der italienischen Compagnia Rodisio aus Parma. Die drei Schauspielerinnen und Schauspieler zeigen darin, was der Titel verspricht: den Alltag einer klassischen Kleinfamilie aus Vater, Mutter, Kind am heimischen Küchentisch in italienischer Rasanz. Um das nachzuvollziehen, braucht ein Zuschauer keine Italienischkenntnisse, wie die Theaterpädagogen eindrücklich demonstrierten. 15 von ihnen sind vor, während und nach dem Festival in der gesamten Region in Kindergärten und Schulen unterwegs, um die Stücke mit Kindern und Pädagogen vor- und nachzubereiten.

„Kinder brauchen Theater, weil das ein Ort ist, an dem man Gefühle und Phantasien ausleben kann“, zitierte Albert Zetzsche aus dem hessischen Kultusministerium den Filmemacher Sönke Wortmann. Und das Theater braucht die Kinder als Publikum von morgen, ergänzte Cornelia-Katrin von Plottnitz, Frankfurter Stadträtin und Aufsichtsratsmitglied der Kultur-Region.

Die „Starken Stücke“ für junge Menschen im Alter zwischen zwei und 15 Jahren sind noch bis zum 16. März in der gesamten Region zu sehen. 18 Theaterstücke aus Frankreich, Holland, Italien, der Schweiz, Belgien und Deutschland werden in insgesamt 75 Vorstellungen in Aschaffenburg, Bad Homburg, Bad Vilbel, Darmstadt, Dreieich, Eschborn, Frankfurt, Friedrichsdorf, Ginsheim-Gustavsburg, Hanau, Hattersheim, Offenbach, Rüsselsheim und Schwalbach gezeigt. Das Begleitprogramm umfasst 60 Workshops, an denen 827 Kinder und Jugendliche teilnehmen sowie Fortbildungen für Pädagogen und Theatermacher.

Der Schwerpunkt liegt auf dem Tanztheater, aber auch fremdsprachige Produktionen sind dabei. Im E-Werk ist am heutigen Mittwoch um 15.30 Uhr sowie am Donnerstag, 8. März, um 10 Uhr das Stück „Lampje, Lampje“ für Kinder ab zwei Jahre zu sehen. Es zeichnet Bilder aus Licht und Schatten und lässt mit Klängen im Halbdunkel eine andere Welt aus Glühwürmchen und Sternenhimmel entstehen. „Der Wolf und die sieben Geißlein“ mit einer Prise Anarchie stellt die Dresdner Kompanie „Freaks und Fremde“ am Mittwoch, 14. März um 10.30 und 15.30 Uhr im E-Werk vor.

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