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Opel-Zoo in Kronberg Ja zum Opel-Zoo-Vertrag

Der Opel-Zoo in Kronberg kämpft seit langem dafür, dass der öffentliche Philosophenweg geschlossen wird. Jetzt ist seinem Ziel näher gekommen.

Opel-Zoo in Kronberg
Die Kamelanlage befindet sich direkt am Philosophenweg. Foto: Rolf Oeser

Nach jahrzehntelanger Diskussion ist der Opel-Zoo seinem Ziel ein gutes Stück näher gekommen, den öffentlichen Philosophenweg zu schließen, der mitten durch das Gelände des Tierparks führt. Mit breiter Mehrheit hat das Kronberger Parlament am Donnerstag den entsprechenden Vereinbarungen zugestimmt, die von den Magistratsspitzen aus Kronberg und Königstein sowie dem Träger des Zoos, der „Von Opel Hessischen Zoostiftung“, ausgehandelt worden sind. 

Danach soll der öffentliche Weg in eine private Verkehrsfläche umgewandelt werden. Derzeit ist über den Philosophenweg ein Teil der Tieranlagen noch frei zugänglich. Als Gegenleistung will der Zoo während seiner Öffnungszeiten allen Kronbergern und Königsteinern mit Hilfe eines Chipkarten-Systems eine kostenfreie Passage von maximal einer Stunde gewähren. An dieser Stelle seien die Verträge noch einmal modifiziert worden, teilte Kronbergs Erster Stadtrat Robert Siedler (parteilos) mit. Bisher war nur von dreißig Minuten die Rede gewesen. 

Als weitere Vergünstigung sollen die Bürger der beiden Anliegerstädte die Opel-Zoo-Jahreskarte zum halben Preis bekommen. Auf Antrag der CDU soll diese Regelung von bislang zehn Jahren auf die gesamte Laufzeit der Verträge ausgeweitet werden. Außerdem verzichte der Zoo darauf, die Ausweichparkplätze auf den Wiesen unterhalb des Waldparkplatzes zu befestigen, wie bislang geplant, teilte der Erste Stadtrat mit. 

Die Grünen setzten darüber hinaus durch, dass der Opel-Zoo gemeinsam mit den beiden Kommunen und dem RMV ein Konzept erarbeiten soll, um mehr Besucher auf den Öffentlichen Nahverkehr umzuleiten. Mit ihrer Forderung, die Option für ein Parkdeck aus den Verträgen herauszustreichen, konnten sich die Grünen aber nicht durchsetzen. Das mögliche Parkdeck sei „ein Friedensangebot“ an Königstein, betonte SPD-Fraktionschef Christoph König. 

Insgesamt sei bei den Verhandlungen „ein gutes Ergebnis“ herausgekommen, lobte König. Dagegen erinnerte Heide-Margaret Esen-Baur (KfB) an Protestaktionen gegen die Schließung des öffentlichen Wegs und warnte vor möglichen juristischen Auseinandersetzungen. Die KfB war denn auch die einzige Fraktion, die gegen die Übereinkunft mit dem Opel-Zoo stimmte. 

Königsteins Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) räumte ein, dass es in seiner Kommune noch intensive Diskussionen über das Abkommen mit dem Opel-Zoo gebe. Ein Thema sei dabei vor allem, dass es nur mehr aus Richtung Kronberg einen Zoo-Zugang über den Philosophenweg geben soll. Helm geht aber davon aus, dass er die entsprechende Vorlage Anfang des kommenden Jahres auch in Königstein in die politischen Gremien einbringen kann. 

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