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Oberursel Musik schlägt Brücken

Das Internationale Fest will als Teil des „Orscheler Sommers“ Kulturen verbinden - mit Musik, Speisen und einer Filmvorführung.

Auch Musik ist eine Möglichkeit der Integration. Foto: Monika Müller

Brücken schlagen zwischen den Kulturen – das ist das Motto beim Internationalen Fest, das am Samstag, 13. August, auf dem Rathausplatz gefeiert wird. Die Vereine Kunstgriff und Windrose präsentieren als Teil des „Orscheler Sommers“ ab 16 Uhr mehrere Ensembles internationaler Musiker. Hinzu kommen Schüler, Lehrer und Absolventen der Oberurseler Academy of Stage Arts. Sie steuern zusammen mit dem Academy-Gründer und Opernsänger Vit König unter anderem eine Arie und ein Medley der Beatles bei.

Das ebenfalls vertretene Projekt „Bridges“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern in Musikgruppen zusammenzubringen; darunter sind auch Geflüchtete. Beim Fest am Rathaus werden „Julam“ und das „Ensemble Hope“ auftreten. Julam ist ein Duo, bestehend aus Julian Kloka und Amir Vafa. Kloka wurde 1987 in Frankfurt geboren und wuchs im Wetteraukreis auf. Amir Vafa, Jahrgang 1998, stammt gebürtig aus der Provinz Daikondi in Afghanistan und wuchs im Iran auf. Nach einer Gesangsausbildung zog er vor zwei Jahren nach Deutschland; derzeit macht er seinen Realschulabschluss. Julian Kloka spielt Klavier, Amir Vafa vor allem Gitarre. Gemeinsam präsentieren sie poppige Eigenkompositionen.

Das Ensemble Hope mit seinen sechs Mitgliedern widmet sich vor allem persischer und afghanischer Musik. Entsprechend findet sich mit Ustad Ghulam Hussain ein Spezialist für die Rubab. Es ist eine Laute, die als eine Art „Nationalinstrument“ von Afghanistan gelten kann. Auch weitere typische Lauten und andere Instrumente kommen zum Klingen. Der Gitarrist Dennis Merz aus Wittlich bringt dazu Flamenco- und Jazz-Einflüsse ein.

Genau um diese Verbindung verschiedener Elemente gehe es bei Bridges, sagt die Co-Gründerin Isabella Kohls. Auch sollten die nach Deutschland geflohenen Ensemble-Mitglieder in erster Linie als Musiker wahrgenommen werden, weniger als Flüchtling. „Die meisten haben schon in ihrer Heimat auf sehr hohem Niveau Musik gemacht, bis sie fliehen mussten“, betont sie. Ein absolutes Highlight sei ein Auftritt im Sendesaal des Hessischen Rundfunks gewesen. Das Konzert im April verhalf dem bunt gemischten Projekt zu Aufmerksamkeit und Zulauf. Inzwischen seien bei Bridges rund 70 Musiker in zehn Ensembles aktiv, sagt Kohls.

Bei so viel Internationalität im musikalischen Angebot fehlt auch nicht das entsprechende Angebot an Speisen. Abgerundet wird der Abend mit einer Filmvorführung. Ab 22.30 Uhr wird „This is it“ gezeigt, ein Film über die letzte Tournee von Michael Jackson.

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