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Oberursel Ex-Bürgermeister Karlheinz Pfaff gestorben

Stadtverwaltung würdigt Politiker als „Oberurseler mit Leib und Seele“ / Bewahrer der Altstadt.

Karlheinz Pfaff.

Der frühere Oberurseler Bürgermeister Karlheinz Pfaff ist tot. Der SPD-Politiker starb am Mittwoch vergangener Woche (4. Februar) im Alter von 88 Jahren, wie die Stadt gestern mitteilte. Pfaff wurde am 5. Mai 1926 in Oberursel als Sohn des Eisendrehers Johann Pfaff und dessen Ehefrau Anna geboren. Er absolvierte eine Ausbildung bei der Stadtverwaltung; als Angestellter der Stadt durchlief er danach verschiedene Positionen.

Wie zahlreiche andere Jugendliche in jener Zeit wurde er zum Kriegsdienst herangezogen (Juni 1944) und geriet in Gefangenschaft, aus der er erst am 24. Mai 1946 zurückkehrte. 1957 trat Pfaff in die SPD ein. Am 28. April 1960 wurde Karlheinz Pfaff im Alter von 34 Jahren in ein politisches Amt an der Spitze der Stadtverwaltung gewählt: als Stadtkämmerer und Erster Beigeordneter. Diese Funktion übte er zwölf Jahre lang aus.

Am 19. November 1971 wurde Karlheinz Pfaff von den Oberurseler Stadtverordneten zum Bürgermeister gewählt. Er trat dieses Amt am 1. März 1972 an und hatte es bis zum 28. Februar 1978 inne. Kurz nach seiner Amtsübernahme erfolgte die Eingemeindung von Oberstedten, Stierstadt und Weißkirchen, die Karlheinz Pfaff gemeinsam mit seinem Vorgänger Heinrich Beil vorbereitet und ausgehandelt hatte.

Mit diesem Schritt hatte sich die Einwohnerzahl der Stadt Oberursel auf knapp 40 000 Bürgern fast verdoppelt. Im Mittelpunkt der Amtszeit Pfaffs stand die damals nicht einfache Integration der neuen Stadtteile. Bei dieser Aufgabe kam Pfaff seine Verwaltungserfahrung zugute.

Als eine der herausragenden politischen Leistungen Pfaffs gilt die Sanierung der Oberurseler Altstadt. Durch die behutsame Restauration wurden historische Gebäude vor Abriss und Ersatz durch moderne Zweckbauten bewahrt. Die Altstadt, in der er aufgewachsen war, war für Karlheinz Pfaff das Herz von Oberursel. In seine Amtszeit fielen unter anderem auch der Neubau des Rathauses und die Eröffnung des Hauses der Jugend.

Unter seiner Ägide wurde auch ein Hallenbad gebaut, das der Vorgänger des Taunabades war und bis zum Jahr 2008 genutzt wurde. Ebenso fielen in die Amtszeit Pfaffs die Ansiedelung der Alten Leipziger Versicherung AG, die Stärkung des sozialen Wohnungsbaus in Verbindung mit dem Ausbau der Besiedelung des Oberurseler Nordens und der Bau des Stadtquartiers Rosengärtchen.

„Paff war Oberurseler mit Leib und Seele. Er hat in seiner Amtszeit enorm viel für die Stadt geleistet und Oberursel in wichtigen Punkten vorangebracht“, betonen Bürgermeister Hans-Georg Brum und Stadtverordnetenvorsteher Christoph Müllerleile.

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