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Oberursel Erfolgreiches Herbsttreiben

Der Gewerbeverein Fokus O freut sich über einen neuen Besucherrekord beim Herbsttreiben. Unter anderen gibt es Eselsalami und Taschen aus Namibia.

Experten bei der Arbeit: Stöffsche-Verköstigung beim Herbsttreiben in Oberursel am Wochenende. Foto: Michael Schick

Michael Reuter strahlt. Er freut sich über das „beste Herbsttreiben aller Zeiten“. Alles habe gestimmt, das Wetter, das Konzept, das Engagement der Händler, Geschäftsleute und Handwerker in der Stadt. 125 hätten sich beteiligt, überschlägt der Chef des Gewerbevereins Fokus O. Besonders gefreut hat ihn, dass weitere Filialisten am Herbsttreiben mitmachten, zum Teil mit eigenen Aktionen.

Tatsächlich waren die Gassen und Plätze voll in der Stadt. Das milde Wetter am Sonntag brachte noch mehr Besucher, die sich beim schönstem Altweibersonnenschein ein Gläschen, ein Tässchen, ein Würstchen oder ein Tortenstückchen gönnten. Die Speisenauswahl war grandios, auch zum Mitnehmen. Auf dem Rathausplatz lagen in einer Reihe Reh-, Esel-, Känguru-, Hirsch-, Stier- und Wildschweinsalami auf dem französischen Markt.

Auf dem Marktplatz brachte derweil die Herbstsonne die gläsernen Apfelweinfässchen zum Leuchten. „Trinken für den guten Zweck“ warb ein Schild und viele Freiwillige stellten sich der Aufgabe zugunsten der Kinderkrebshilfe für nur acht Euro. Der Sieger der Verköstigung wird am Montagabend bekanntgegeben.

Wenige Meter weiter war anderer Sachverstand gefragt, vor einer bunten Kulisse aus herbstlichen Blumen war ein Stand mit Kürbissen und Zierkürbissen aufgebaut. Mit Kennerblick wogen ein paar ältere Damen die prallen Früchte in der Hand, klopften hier, wendeten da. Nebenan wurde am Gewürzstand mit der Fachfrau über die Haltbarkeit von Kümmel gefachsimpelt.

Viele Aussteller kommen jedes Jahr zum Herbsttreiben, manche waren zum ersten Mal dabei. Ulrike Spitze zum Beispiel. Die Versicherungskauffrau aus Friedrichsdorf, die einen Teil ihres Lebens in Namibia verbracht hat, verkauft Taschen aus recycelten PVC-Werbebannern. Genäht werden diese in einem Selbsthilfe-Projekt von Frauen im Township Overcome südlich von Kapstadt. Mit ihrem Umsatz in Oberursel war Spitze sehr zufrieden.

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