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Oberursel Bürgermeister Brum verteidigt „Lindenbäumchen“

Oberursels Bürgermeister Hans-Georg Brum kritisiert den Eintrag des Kunstprojektes ins Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler. Das Denkmal solle für mehr Leben an der Regionalparkroute sorgen.

Kunst an der Linde
Kunst an der Linde in Oberusel. Foto: Frank Rumpenhorst (dpa)

Als „aberwitzig“ und „an den Haaren herbeigezogen“ hat Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) die Aufnahme des Regionalparkprojekts „Lindenbäumchen“ ins Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler Hessen bezeichnet. Brum sprach bei der Premiere des Kunstprojekts, nur einen Tag nach der Schelte. Der Beifall der etwa 100 Besucher im Feld zwischen Oberursel und Bad Homburg bei der ersten Lesung mit der Schriftstellerin Saskia Henning von Lange war weitaus lauter als einzelne kritische Worte.

Kunstprojekt für 76.000 Euro

Der Bund der Steuerzahler hat die Kosten von 76.000 Euro gebrandmarkt. Dafür ist die Jahrhunderte alte ehemalige Gerichtslinde mit einer acht Mal acht Meter großen dreidimensionalen Stahlrahmenvitrine umgeben worden. Das Naturdenkmal nun auch ein Kulturdenkmal, das für noch mehr Leben an der Regionalparkroute sorgen soll. Nicht abgelegen, wie die Steuerzahler mutmaßen, sondern an einem zentralen Verbindungsweg, der stark von Fußgängern und Radfahrern frequentiert ist.

Die Projektkosten, so Brum erstrecken sich über drei Jahre. „Sie beinhalten das Wettbewerbsverfahren mit Künstlern, Planungskosten, Bau und Unterhalt sowie literarische Lesungen bis 2019.“ Die Regionalpark RheinMain trage 26.000 Euro, ein Verein übernehme 10.000 Euro, die Regionalpark Dachgesellschaft zahle 40.000 Euro.

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