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Neues vom Kulturbahnhof

Bauende im Sommer 2013 geplant / Veranstaltungsraum und Konzerte sind vorgesehen

Das Baustellenschild wird so bald nicht verschwinden. Foto: Oeser

Seit Oktober ist das Bahnhofsgebäude eine Baustelle. Gestern sprachen Oberbürgermeister Michael Korwisi und Beteiligte über den Fortgang des Projekts. „Wir bemühen uns um den Standort Bad Homburg“, sagte Korwisi, „das wird ein Bedeutungsgewinn auch für Bad Homburger Firmen“.

Der neue Kulturbahnhof soll bis Sommer 2013 fertig sein. Es sollen Teile der alten Bauten mit neuen Bauten verbunden werden – hauptsächlich durch das Material Glas und die Farbgestaltung.

Vorgesehen sind Haupt- und Seitenhallen, die von großen Fenstern geprägt werden. Vom Bahnhofsplatz aus kommend links des Turms wird eine Ladengalerie mit einem Mobilitätszentrum entstehen. Vor die bisherigen Mauern wird noch eine Wand gebaut, so dass eine größere Innenfläche entsteht. Hinter der Ladengalerie ist ein Fahrradabstellplatz vorgesehen.

Rechts wird Platz für Gastronomie geschaffen. Es wird ein A-la-Carte-Restaurant gebaut, daneben eine Bar und ein Wintergarten mit einer mobilen Bühne. Dort soll es auch Livemusik geben. Darüber entsteht ein Kunst- und Kulturspeicher, ein Veranstaltungsraum mit 300 Plätzen. „So etwas gibt es in der Region sonst nicht“, sagte Kurdirektor Ralf Wolter.

Derzeit ist der Fundamentbau in der Endphase, in einigen Wochen beginnen die Fassadenarbeiten. Dann sind auch erste Ergebnisse zu sehen.

Auch vor dem Bahnhof wird gebaut. Der neue zentrale Omnibusbahnhof wird als Mittelinsel angesetzt. „Das ist benutzerfreundlich, es erleichtert das Umsteigen und die Busse können einzeln fahren ohne sich zu behindern“, sagte Stadtplaner Elmar Waldmann.

Vor der Post ist ein Kurzzeitparkplatz vorgesehen. Außerdem zwei Ladestationen für Elektroautos, Behindertenparkplätze und Taxihalteplätze.

Auch vom Bahnhofsplatz Süd mit dem derzeitigen Park-and-Ride-Parkplatz gibt es Neues. Geplant ist ein Weg bis zu den neuen Hochtaunuskliniken. Sobald die Fläche für eins der an den Tunnelaufgang angrenzenden Gebäude verkauft ist, beginnen die Arbeiten am sogenannten „Spektrum“. Die bislang 305 P+R-Parkplätze für einen Euro am Tag entfallen. Kurzfristig wird ein Parkplatz in der Benzstraße (160 Stellplätze) und einer am Vickersgelände (65 Plätze) für je 1,50 Euro am Tag gestellt. Sabine Sann vom Immobilienkonzern Aurelis sprach davon, dass sich Investoren bereits für ein Parkhaus ausgesprochen hätten. Dort soll es auch die Möglichkeit einer P+R-Nutzung geben.

Eine Fläche wurde bereits an das Horex-Museum verkauft, das bereits in Bau ist und im September 2012 eröffnen soll. Außerdem sind ein Hotel, Bürogebäude und ein Ärztehaus in Planung. Bis 2013 sollen der Platz fertig sein.

Auch über Verkehrsprojekte wurde gesprochen. Für die U2 ist Ende 2012 das Baurecht angestrebt. Die Station in Gonzenheim soll unterirdisch verlegt werden. Bis zum Bahnhof soll die Fahrtzeit zwei bis drei Minuten betragen. Die Schienen sollen unter der Frankfurter Landstraße verlaufen und entlang des Bahndammes zum derzeit stillgelegten Gleis 301 führen. 44,6 Millionen Euro wird die 1590 Meter lange Strecke kosten. Der Bau wird laut Plan 2014 beginnen. Ab Dezember 2016 soll die Bahn tagsüber alle 15 Minuten verkehren.

Ob die Regionaltangente West (RTW) Zukunft hat, wird am 31.12. dieses Jahres entschieden. Die Bahnverbindung, die von Bad Homburg in 36 Minuten zum Flughafen führen soll, soll rund 380 Millionen Euro kosten. Rolf Valussi von der RTW-Planungsgesellschaft warb auch für weitere Verbindungen: „Von hier nach Wiesbaden dauert es im Moment 80 Minuten, mit der RTW nur 51.“ Die RTW wäre die größte Investition im Rhein-Main-Gebiet.

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