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Neuer Beach-Club Ein bisschen Strand in der Kurstadt

Füße in den Sand strecken und die Spiele der Fußball-Europameisterschaft anschauen - das geht ab sofort hinter dem Kurhaus.

Der neue Beach-Club hinter dem Bad Homburger Kurhaus ist bis September geöffnet. Foto: Rolf Oeser

Jetzt fehlt nur noch das Meer. Einen Beach-Club gibt es in der Kurstadt nämlich schon. Gestern wurde er hinter dem Kurhaus eröffnet. Die ersten Gäste kamen schon zum Frühstücken, während Bauarbeiter die letzten Details ausführten: Die Stühle und Liegestühle sollten rechtzeitig zum Anpfiff der Fußball-Europameisterschaft an der richtigen Stelle stehen, Techniker überprüften noch einmal die drei 60-Zoll-Fernseher, auf denen die Spiele übertragen werden.

Den dreijährigen Piete und die zweijährige Lisa störte das wenig. Sie saßen im Sand und spielten mit Puppe und Lastwagen. „Ich finde das ganz niedlich“, sagte Oma Doris Cremer, die gerade ihre Enkel in Bad Homburg besucht.

50000 Euro haben die Kur und Kongress GmbH und das Maritim Hotel investiert. Den beiden gehört das Gelände hinter dem Kurhaus, das unter anderem vom Kurgarten aus erreichbar ist. Einige Vorschläge gab es, wie mit der Baustelle auf dem Dach der Tiefgarage verfahren werden könnte. Doch alle waren zu teuer.

Dann kamen Ingrid Bauer und Peter Obrist von Kur und Kongress und Peter Roscher vom Café Bel Air auf die Idee der Strandbar. „Es war wichtig, dass alles stimmig aussieht“, sagte Kurdirektor Ralf Wolter, und spielte auf die EM an: „Nun hoffen wir, dass Wetter und Nationalmannschaft mitspielen.“

Eine Woche hatten die Beteiligten von der Idee zur Umsetzung. Man fand ein Planungsbüro, das die Anlage anlegte. Politische Entscheidungen mussten schnell getroffen werden. Außerdem musste einiges an Material besorgt werden: 315 Quadratmeter Kunstrasen wurden verlegt, 150 Tonnen Sand angekarrt und 32 Meter Holzstege verlegt.

Bis 22 Uhr hat der Club täglich auf, zur EM wird bis 1 Uhr verlängert. „Das ist ein Spagat. Wir sind keine Disco, der Club liegt in einem Kurgebiet zwischen einer Klinik und einem Hotel“, sagte Wolter. Klassisches Public Viewing gebe es aber nicht, dafür seien die drei Fernseher zu klein – und eine Leinwand wird es nicht geben.

„Es sieht total schön aus – nur ein bisschen Wasser fehlt“, sagte Kathy aus Friedrichsorf. Ihre Begleiterin Heidi hatte vom Beach-Club gelesen. „Wir haben nur noch nicht rausgefunden, welcher Tisch zu welchem Restaurant gehört“, erzählt Heidi.

Am Club beteiligt sind die Pizzeria Spago, der Spanier Muy Bien, die Metzgerei Zeiss, das Maritim und das neue Café Bel Air. Die Tische für Speisen stehen auf der Rasenfläche, Cocktails gibt es auch an Strandbars im Sand. Die Gastronomen hatten durch den Umbau große finanzielle Ausfälle, weil sie keine Terrassen für ihr Sommergeschäft nutzen konnten.

Bis September soll die Anlage so bleiben. Derweil wird eine langfristige Lösung für das Tiefgaragendach gesucht. „In der Woche hatten wir nicht viel Zeit zum Nachdenken, aber je nach Erfolg wird das bei der Planung für die Zukunft berücksichtigt“, sagte Wolter. „Das ist etwas schräg und verrückt, passt aber konsequent zu unseren 100-Jahre-Bad-Feierlichkeiten.“

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