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Kurpark Solesprudel wie neu

Der ehrwürdige Brunnen im Bad Homburger Kurpark - er ist mit verantwortlich für den Kur-Standort - ird in den nächsten fünf Monaten saniert. Erstmals erschlossen wurde der Soldesprudel 1851.

19.02.2013 22:17

Seit Montag sind im Kurpark eine Bohranlage und Baucontainer aufgestellt. Saniert werden soll der Solesprudel neben dem Restaurant Römerbrunnen. Er ist einer der Brunnen, die für die Karriere der Stadt als Kurbad ursächlich sind. Ihm verdankt die Stadt aber auch die Einordnung als „Bergwerkgemeinde“: In mehr als 300 Meter Tiefe wird „Sole“ gewonnen – also Salz – und die gilt als Bodenschatz.

Der Solesprudel ist nach Angaben der Kurverwaltung in der Zeit von 1851 bis 1854 erstmals erschlossen worden, 1962 wurde er erneuert. Er ist der Brunnen mit dem höchsten Chloridgehalt am Taunusrand und geht genau 302 Meter in die Tiefe. Dort wird eine eisen- und kohlensäurehaltige Sole gefördert, die für Badezwecke und Kosmetik genutzt wird, aber nicht getrunken werden kann. Deshalb gibt es für ihn nach Auskunft von Brunnenmeister Dieter Trummheller auch keine öffentliche Zapfstelle. Genießbar ist das Wasser mit insgesamt 12000 mg Natriumchlorid pro Liter nicht. „Als es noch richtige Kuren gab, wurde das Wasser noch häufiger für Photosole-Heilbäder verwendet“, berichtet der Brunnenmeister.

Heute stellt noch die Bad Homburger Hof-Apotheke ihre bekannte „Crème Louise“ mit der Sole her. Auch die Taunus-Thermen beziehen ihr Wasser aus Brunnen-Überschüssen – eben auch aus dem Solesprudel.

Der Brunnen muss nach Angaben der Kurverwaltung saniert werden, weil dort zunehmend Fremdwasser eintritt und dadurch der Salzgehalt des Quellwassers sinkt. Fünf Monate lang sollen die Arbeiten dauern.

Im Brunnen wird zunächst die Filterstrecke in den Tiefen von 130 bis 302 Metern gereinigt, um Hohlräume dort zu beseitigen. Anschließend soll der gesamte Brunnen zum Schutz der Bohrrohre mit Filterkies aufgefüllt werden, der später wieder beseitigt wird.

Die Brunnenrohre werden in mehreren Abschnitten bis zu einer Tiefe von 118 Metern durchtrennt und ausgebaut. Neue, glasfaserverstärkte Kunststoffrohre werden dann eingesetzt. In den tieferen Schichten bleiben die alten Rohre erhalten.

Der Raum zwischen der Wand des Bohrlochs und den Rohren wird mit einer speziellen Zementmischung wasserdicht vergossen, damit kein Fremdwasser mehr in den Brunnen gelangen kann. Zudem wird eine neue Förderpumpe eingebaut. (prop.)

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