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Kronberg Neuer Konzertsaal für 550 Besucher

Im Oktober will die Kronberg Academy mit dem Bau des „Casals Forums“ beginnen. 36 Millionen Euro soll es kosten, die Academy will ohne städtische Mittel auskommen.

So soll der Konzertsaal einmal aussehen.

Platz für 550 Zuhörer und 65 Musiker soll er bieten – der Kammermusiksaal, den die Kronberg Academy ab Herbst am Bahnhof der Taunusstadt errichten will. Noch vor dem ersten Spatenstich hat das Gebäude bereits seinen Namen erhalten: „Casals Forum“ wird es heißen, nach dem berühmten Cellisten und Komponisten Pablo Casals. „Seinem musikalischen und humanistischen Erbe fühlen wir uns hier eng verbunden“, begründet das Raimund Trenkler, Gründer und Präsident der Kronberg Academy. An Casals 20. Todestag hatte die Academy 1993 ihr erstes Cellofestival ausgerichtet. Seine Witwe Marta Casals Istomin ist seitdem Schirmherrin der Veranstaltung.

Mit dem neuen Konzertsaal will die Academy nicht nur ihren Studenten, sondern auch den internationalen Spitzenmusikern, die sie regelmäßig nach Kronberg lockt, bessere akustische Möglichkeiten bieten. Deshalb erhalte der Raum eine „Freiform“ mit geschwungenen konvexen und konkaven Wänden, wodurch der Schall breit gestreut wird. Als „hölzerne Schatzkiste“ bezeichnet Architekt Volker Staab den geplanten Saal, der im Inneren mit Holz ausgekleidet werden soll.

Das Gebäude ist speziell auf die Erfordernisse der Kammermusik ausgelegt. Die Größe der Bühne ist variabel: Auf ihr können Solisten ebenso auftreten wie kleine Ensembles bis hin zu einer Kammerphilharmonie. Die Academy rechnet damit, dass der Kammermusiksaal auch von externen Veranstaltern für Aufnahmen, Proben oder Konzerte genutzt wird.

Das „Casals Forum“ wird Teil eines ganzen Gebäudeensembles sein, das die Kronberg Academy am Bahnhof errichten lässt. Geplant ist ein angegliedertes Studienzentrum mit Unterrichts- und Übungsräumen, einem Vortrags- und Prüfungssaal mit 160 Plätzen sowie einem Kabinettssaal mit 50 Plätzen. Außerdem sollen Räume für die Verwaltung und eine kleine Geigenbauschule entstehen. Bei der Energieversorgung setzt die Kronberg Academy auf einen Eisspeicher. Er soll dafür sorgen, dass die Energiekosten 50 Prozent niedriger sind als bei einer konventionellen Anlage.

Beginnen sollen die Bauarbeiten am 1. Oktober. Das Eröffnungskonzert ist für 2020 oder 2021 vorgesehen. Academy-Präsident Trenkler rechnet mit Gesamtkosten von 36 Millionen Euro für das Projekt. Er hat mehrfach deutlich gemacht, dass die Kronberg Academy den Bau ihres Forums ohne städtische Mittel stemmen will. Stattdessen gebe es ein „enormes Engagement privater Förderer“. Außerdem kalkuliert er mit Zuschüssen von Bund und Land.

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