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Krankenhaus Hochtaunus Hoffnung für Kinderstation

Landrat Krebs spricht auf dem Empfang der Homburger Aktionsgemeinschaft über Klinik-Kooperationen und Kostendruck. Die Lage auf dem medizinischen Markt ist nicht leicht.

03.02.2014 14:42
Landrat Krebs (Mitte) freut sich über die neue Klinik. Foto: Monika Müller

Den Empfang der Homburger Aktionsgemeinschaft im neuen Krankenhaus nahm Landrat Ulrich Krebs (CDU) als Festredner zum Anlass, um für sein neues Krankenhaus, dessen Finanzierungsmodell in öffentlich-privater Partnerschaft (PPP) ist, und die medizinische Kompetenz der beiden Kliniken in Bad Homburg und Usingen zu werben.

Die „erste Wahl im Kreis“ sollen die Hochtaunuskliniken sein, wünscht sich der Landrat. 95 Prozent der Erkrankungen bei Erwachsenen werde man im Haus an der Zeppelinstraße behandeln können, „auf höchstem medizinischen Niveau“. Und auch für die Errichtung einer Kinderstation und/oder einer kindermedizinischen Ambulanz machte der CDU-Politiker Hoffnung. Dicke Bretter müssten gebohrt werden, die Unterstützung sei breit.

Die Lage auf dem medizinischen Markt ist nicht leicht. Krebs wünscht sich, dass das Vertrauen in die Klinik vor Ort zurückkomme, dafür habe man bereits viel getan, neue Ärzte geholt und Strukturen geschaffen. Das alte Krankenhaus, sagte Krebs, sei wie ein VW-Käfer mit dem Motor eines Porsche. Ohne das richtige Getriebe und Fahrgestell können die PS nicht ganz ausgefahren werden.

Auch mit den neuen Kliniken werde es kein „freudiges Fahren auf der Überholspur“ werden, sagte Krebs. Der Konkurrenzdruck unter den Kliniken sei enorm, Kooperationen in der Diskussion. Landrat Krebs denkt über eine mit dem Josefskrankenhaus in Königstein nach. Ein Teil des Problems aller Klinken sind die Kosten. Krebs rechnet vor: Im hessischen Durchschnitt erwirtschaftete ein Krankenhaus 2013 3100 Euro für einen „Behandlungsfall“, die Kosten, die tatsächlich anfielen, betrugen aber 4000 Euro. Ein Zuschussbetrieb.

Eine Privatisierung der Kliniken sieht Krebs mit Skepsis. Bad Homburg wäre als Standort für einen Investor sicher attraktiv, für Usingen mit seiner Notfallklinik würde sich aber vermutlich keiner finden, sagte der Landrat.

Hinter der PPP-Finanzierung der beiden Kliniken steht Krebs jedoch voll und ganz. Ein „richtiges Verfahren, ein wirtschaftliches Modell“. In 25 Jahren habe der Kreis die beiden Häuser abbezahlt, die jährliche Rate von 5,3 Millionen Euro an den PPP-Partner hält Krebs für „angemessen“.

Der Hausherr freut sich auf sein neues Kreiskrankenhaus, beschreibt ausführlich, was noch alles außenrum komme. Eine „Medizin der kurzen Wege“ soll es werden. Bald, Mitte Februar geht es los, in Usingen. (rhea)

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