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Jürgen Habermas in Bad Homburg Im Dialog mit Habermas

Das Forschungskolleg Humanwissenschaften der Frankfurter Goethe-Universität veranstaltet die „Bad Homburg Conferences“ zur Zukunft Europas. Einer der Redner ist der Philosoph Jürgen Habermas.

Jürgen Habermas in Frankfurt
Foto: Andreas Arnold

Frankfurt hat die Römerberggespräche, Bad Homburg die Conferences“, sagt Matthias-Lutz Bachmann, Leiter des Forschungskollegs Humanwissenschaften der Goethe-Universität. Es gehe darum, die spannenden Fragen der Zeit öffentlich zu diskutieren. Was ausdrücklich nicht im Elfenbeinturm geschehen solle, sondern im Dialog zwischen Wissenschaft und Bürgern, wie Bachmann betont.

Um die Zukunft Europa geht es diesmal – was angesichts von Brexit, Flüchtlingsstreit und zunehmend europafeindlicher Rhetorik für genug Gesprächsstoff sorgt. Zudem ist es ein Thema, das Jürgen Habermas schon lange am Herzen liegt – und so dürfte das Gespräch zwischen dem inzwischen 89 Jahre alten Philosophen und Soziologen mit dem Frankfurter Jura-Professor Klaus Günther einer der Höhepunkte der diesjährigen Bad Homburg Conferences werden.

Es ist schon absehbar, dass dafür die 200 Plätze, die im Vortragssaal der Reimers-Villa am Bad Homburger Wingertsberg zur Verfügung stehen, knapp werden könnten. Die Verantwortlichen empfehlen deshalb eine möglichst rasche Anmeldung – denn nur wer eine entsprechende Bestätigung vorweisen kann, erhält Einlass.

Das gilt auch für die insgesamt fünf Diskussionspanels, die am 21. und 22. September auf dem Programm der Bad Homburg Conferences stehen. Darin geht es um die Währungsunion, die europäischen Kultur(en) oder die Frage nach einer gemeinsamen Bürgerschaft. Als Diskutanten werden neben Wissenschaftlern wie John Erik Fossum, Adrienne Héretier und Christoph Möllers auch Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig, Jürgen Scharf aus dem EZB-Direktorium und der „Zeit“-Redakteur Matthias Krupa erwartet.

Den Anstoß für den diesjährigen Themenschwerpunkt habe der Auftritt Emanuel Macrons an der Goethe-Universität im vergangenen Jahr gegeben, sagt Matthias-Lutz Bachmann. Dabei hatte der französische Präsident unter anderem vorgeschlagen, europäische Universitäten einzurichten. Und so wird sich auch eines der Konferenz-Foren speziell dieser Frage widmen. Bachmann hofft, dass sich an der Diskussion auch Schülerinnen und Schüler beteiligen. Das Forschungskolleg habe deshalb eigens Kontakt zu den Bad Homburger Schulen aufgenommen, sagt die Geschäftsführerin des Forschungskollegs, Helene Koban.

Die Bad Homburg Conferences haben im vergangenen Jahr ihre erste Auflage erlebt, um „Digitalisierung“ ging es damals. Die Stadt Bad Homburg unterstützt das Gesprächsformat mit 25 000 Euro. Das zeige „dass wir nicht nur Wirtschafts-, sondern auch Wissenschaftsstandort sind“, sagt Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU).

Das Forschungskolleg Humanwissenschaften wurde 2006 von der Goethe-Universität und der Bad Homburger Werner-Reimers-Stiftung gegründet. Es bietet Geisteswissenschaftlern aus aller Welt die Möglichkeit, sich jenseits des Hochschulalltags ihrer Forschung zu widmen.

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