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Hochtaunus Elisabeth Florin Zwischen Schmitten und Meran

Die Autorin Elisabeth Florin feiert in Südtirol mit ihren Krimis Erfolge. Ein neues Buch hat die Finanzjournalistin und PR-Beraterin, die unter einem Pseudonym schreibt, bereits in Arbeit.

Elisabeth Florin wohnt im Taunus, ihr Krimi spielt in Südtirol. Foto: Privat

Ein Unternehmer, der ermordet wird. Ein ungleiches Ermittlerduo, das auf schweigsame Einheimische trifft. Ein Motiv, das letztendlich in historischen Separatismus-Bestrebungen der Südtiroler gefunden wird. So lässt sich das Buch „Commissario Pavarotti trifft keinen Ton“ zusammenfassen. Die Autorin – Elisabeth Florin – wohnt im Taunus.

Von Schmitten, Florins Wohnort, bis nach Meran in Südtirol sind es etwa 700 Kilometer. Dennoch war es für Elisabeth Florin von Anfang klar, dass ihr Krimi in der autonomen Region im Norden Italiens spielen wird. Zu sehr ist sie seit ihrem ersten Praktikum, welches sie in Bozen absolviert hat, Südtirol verbunden.

Zehn Jahre Arbeit am Buch

Im März wurde ihr Buch veröffentlicht. Zu diesem Zeitpunkt lagen nicht nur ein halbes Jahr Warten auf Antwort eines Verlages hinter der Autorin, sondern auch über zehn Jahre Arbeit an dem Buch. Das Besondere: Alles fing an mit einer Seite. „Die Idee kam mir eines schönen Abends in Meran“, so Florin.

Doch bei dieser einen Seite blieb es, sie lag mehrere Jahre unbeachtet in Schubladen und Kartons. „Irgendwann fiel sie mir durch Zufall wieder in die Hände, und dann habe ich das Projekt zu Ende gebracht“, erinnert sich die gebürtige Augsburgerin. Sie erdachte die Hauptfiguren des Buchs, legte diverse Handlungsstränge an, führte diese bisweilen zueinander und brachte die nötige Spannung in die Geschichte.

Eine Geschichte, die in Meran spielt. Ein wohlhabender Geschäftsmann wird ermordet im Hinterhof einer Weinstube aufgefunden. Der Kommissar Pavarotti und seine bisweilen etwas zu neugierige Helferin Lissie aus Deutschland vermuten das Motiv zunächst in windigen Immobiliengeschäften oder dem hohen Frauenverschleiß des Opfers. Letztendlich finden sie es aber in der Vergangenheit, einer Zeit, als militante Separatisten Südtirol von Italien loseisen wollten.

Elisabeth Florin kommt von Südtirol einfach nicht mehr los. Dort hat sie erste Gehversuche als Journalistin unternommen, „die Zeit hat mich einfach geprägt.“ Noch heute verbringt sie viel Zeit in der Gegend.

Platz 1 auf Bestseller-Liste

Eine Gegend, die auch in ihrem neuen Krimi – geplante Veröffentlichung im Herbst 2014 – wiederzufinden sein wird. Nicht zufällig schoss Florins Erstlingswerk in den Südtiroler Bestseller-Listen auf Platz eins und ist noch heute dort vertreten.

Elisabeth Florin heißt im Übrigen nicht wirklich Elisabeth Florin. Doch da sie als Finanzjournalistin und PR-Beraterin in einer Branche tätig ist, die sie ungerne mit Kriminalliteratur in Verbindung gebracht haben will, wählte sie das Pseudonym. „Außerdem ist mein wahrer Name viel zu sperrig“, sagt sie schmunzelnd.

Ihr Beruf war es auch, der sie in den Taunus verschlagen hat. Diese Gegend habe eine herbere Ausstrahlung, stellt Florin fest. Es ist eine Ausstrahlung, die sie mag. Und im Hinterkopf habe sie auch schon den Plan, „den Taunus einmal im Krimi zu verarbeiten.“

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