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Hochtaunus Deponie-Chef Töpfer soll gehen

Die Oppositionsfraktionen Grüne, FDP und FWG fordern personelle Konsequenzen bei der Rhein-Main-Deponie-Gesellschaft.

Markus Töpfer
Der Geschäftsführer der Rhein-Main-Deponie, Markus Töpfer. Foto: Michael Schick

Die finanzielle Schieflage der Rhein-Main-Deponie-Gesellschaft (RMD) soll nach dem Willen der Oppositionsfraktionen von Grünen, FDP und FWG im Hochtaunuskreis nun auch personelle Konsequenzen haben. Gemeinsam haben sie gestern den Rücktritt von RMD-Geschäftsführer Markus Töpfer gefordert. Grüne und FWG wollen darüber hinaus auch eine Ablösung von Aufsichtsratschef Uwe Kraft (CDU).

Alle drei Fraktionen werfen den RMD-Verantwortlichen mangelnden Aufklärungswillen vor. Sie hatten in der vorletzten Kreistagssitzung einen umfangreichen Fragenkatalog präsentiert. „Was dann dem Haupt- und Finanzausschuss an Antworten vorgelegt wurde, ist mit dürftig noch milde umschrieben“, monieren Norman Dießner (Grüne), Hartmut Haibach (FWG) und Stefan Naas (FDP). Besonders verärgert zeigen sie sich über den Auftritt von Geschäftsführer Töpfer. Der sei zu der Sitzung verspätet erschienen, „direkt aus dem Ferienflieger, vollkommen entspannt und ohne Kenntnis der Sitzungsunterlagen“, so Dießner und Haibach. Ein solches Verhalten sei respektlos gegenüber Parlamentariern und Bürgern.

Töpfer wehrt sich gegen die Vorwürfe. Er habe in der Sitzung alle Fragen beantwortet bis auf eine – und diese Antwort sei im Protokoll nachgeliefert worden, sagte er am Mittwoch im Gespräch mit der FR. Auch zuvor habe er immer Rede und Antwort gestanden. Dabei sei der Aufsichtsrat auch über Probleme informiert worden wie die neue Gesetzeslage bei der Deponienachsorge. Einen freiwilligen Rücktritt lehnt Töpfer ab. „Darüber haben Aufsichtsrat und Gesellschafter zu befinden.“ Uwe Kraft wollte sich gestern nicht zu den Rücktrittsforderungen äußern. Er verwies lediglich auf eine Sitzung des Aufsichtsrats am kommenden Montag, in der die von den Oppositionsfraktionen erwähnten Themen besprochen würden.

Die RMD-Gruppe kümmert sich unter anderem um Nachsorge der Mülldeponien in Flörsheim-Wicker (Main-Taunus) und Brandholz (Hochtaunus). Inzwischen ist klar, dass das bisherige Geschäftsmodell nicht mehr trägt. Darüber hinaus ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen möglicher Rechtsverstöße bei der Verfüllung der Deponie in Wicker.

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