Lade Inhalte...

Hochtaunus Arbeit für Migranten hinter den Kulissen

Zweite Sitzung des Integrationsbeirats / Leitstelle mit vielen Projekten und Ideen / Hilfe vom Land

Migrantinnen, die ihre Kinder zum Deutschunterricht bringen, bleiben währenddessen vor der Tür und unterhalten sich in ihrer Muttersprache. Warum also nicht dort ansetzen mit weitergehendem Sprachunterricht für die Mütter? Ab Herbst wird das in Steinbach so gemacht. Das ist nur ein Ergebnis der Bemühungen des Integrationsbeirats des Hochtaunuskreises. Der kam nun zu seiner zweiten Sitzung zusammen. Dabei wurden die bisherigen Ideen gesammelt und Initiativen vorgestellt.

Das Projekt an der Grundschule in Steinbach ist dabei ein Modell, das anderen Städten als Beispiel dienen könnte.

Ein weiteres Vorhaben ist die interkulturelle Öffnung des Jugendamtes, bei der die Mitarbeiter entsprechend geschult und sensibilisiert werden sollen.

Organisiert werden alle Aktionen zum Thema von der Leitstelle Integration. Sie koordiniert auch den Beirat, dem neben den Bürgermeistern aller 13 Hochtaunus-Kommunen die Vorsitzenden der acht Ausländerbeiräte im Kreis sowie Vertreter von zehn freien Trägern angehören.

Die Leitstelle wird vom Land Hessen gefördert. Daher war mit Integrations-Staatssekretär Jo Dreiseitel auch ein Vertreter des Landes bei der zweiten Sitzung anwesend. Er stellt fest, dass es in Hessen bislang eine „abwehrende Politik gegenüber Ausländern“ gab.

Ideen für ein Video gesammelt

Das müsse sich ändern, denn „wir können auf niemanden mehr verzichten“, so Dreiseitel. „Egal, wo er herkommt.“

Und so gab es noch weitere Ideen und konkrete Aktionen, die im Integrationsbeirat vorgestellt wurden. Der Hochtaunuskreis als Arbeitgeber hat ein Auszubildenden-Projekt an den Start gebracht.

Dabei haben bereits eingestellte Azubis Ideen für ein Video gesammelt, das zu Beginn des kommenden Jahres gedreht werden soll. Mit dem Film sollen bei jungen Menschen dafür werben, eine Ausbildung beim Kreis zu beginnen.

Schon jetzt kann sich der Hochtaunuskreis auf gute Zahlen berufen, was den Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in seiner Verwaltung angeht. Der lag bei den Neueinstellungen im vergangenen Jahr immerhin bei 29 Prozent.

Doch auf diesen Zahlen will man sich nicht ausruhen, es geht weiter. Ein Monitoring zur Erhebung des Grades der Integration im Hochtaunuskreis, das schon 2010 begonnen wurde, wird ab 2015 fortgesetzt. Die Bürgersprechstunde für Migranten wird ab Herbst ausgeweitet. Statt an einem Tag pro Woche sind Mitarbeiter der Leitstelle Integration dann an wöchentlich zwei Tagen für die Bürger da.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen