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Gastronomie auf dem Feldberg Feldberghof wird monatelang saniert

Der Zweckverband Feldberghof will als Eigentümer den Pachtvertrag mit der Brauerei Binding erneuern. Um dem derzeitigen Wirt Peter Stürtz eine Zukunft auf dem Feldberg zu sichern, läuft eine Online-Petition.

Feldberghof auf dem Feldberg
Die Mitarbeiter des Feldberghofs müssen sich wohl einen neuen Job suchen – ab Frühjahr soll das Gebäude saniert werden. Foto: Renate Hoyer

Rettet die Gaststätte Feldberghof und sein Team“ – unter dieser Überschrift hat ein User namens „Taunus-Ritzelritter“ in dem Portal Open-Petition eine Unterschriften-Aktion gestartet, um dem Wirt Peter Stürtz und seinen 40 Mitarbeitern eine gastronomische Zukunft auf dem Großen Feldberg zu sichern. 

Stürtz habe den Feldberghof 17 Jahre lang erfolgreich geführt und „die Besucher des Feldbergs immer mit neuen Ideen und Events begeistert“, begründet der Initiator seine Petition. Dafür hatte er laut Angaben des Portals bis Donnerstag bereits mehr als 2000 Unterstützer gefunden, darunter mehr als 1100 aus dem Hochtaunuskreis. Welche Wirkung die Aktion noch erzielen kann, ist allerdings offen. Stürtz hat schon seinen Abschied für Ende Februar angekündigt, nachdem er vergeblich versucht hatte, als direkter Pächter mit dem Zweckverband Feldberghof als Eigentümer ins Geschäft zu kommen. 

Gesellschafter des Verbands sind der Hochtaunuskreis und die Gemeinde Schmitten. Diese haben in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, den Pachtvertrag mit der Frankfurter Binding-Brauerei zu verlängern. Die Brauerei ist auch derzeit schon Pächter und hat den Feldberghof an Peter Stürtz unterverpachtet. 

Auch für die Zukunft sei Binding wieder im Gespräch über die Weiterverpachtung des Feldberghofs, „um die Gastronomie auf dem Ausflugsgipfel mit guten, innovativen Konzepten weiter voranzubringen“, teilt der Zweckverband mit. Ob dabei auch mit Stürtz gesprochen werden soll, war nicht zu erfahren. Er selbst zeigt sich jedenfalls gesprächsbereit. Allerdings bedauert der langjährige Feldbergwirt gegenüber der FR, dass er seine Mitarbeiter, darunter 17 Vollzeitkräfte, wohl zunächst einmal entlassen muss. Denn der Zweckverband kündigt an, dass der Feldberghof ab dem Frühjahr 2019 grundlegend saniert werden soll. Stürtz hatte angeboten, das im laufenden Betrieb selbst zu übernehmen. 

Nach Einschätzung der Architekten in der Verwaltung des Hochtaunuskreises sei das jedoch nicht machbar, heißt es in der Pressemitteilung des Zweckverbands. Durch die Decke dringe Wasser in das Gebäude. Deshalb müssten in kürzester Zeit alle Wände und Oberflächen renoviert, Abwasser-, Warmwasser- und die Gasanlagen komplett erneuert, Bodenbeläge in großem Umfang ausgetauscht, Treppen saniert und die Elektrik erneuert werden. Die Architekten gehen davon aus, dass die Sanierung etwa ein dreiviertel Jahr dauern wird. Während der Bauzeit werde es auf dem Feldbergplateau eine gastronomische Übergangslösung und auch Toiletten geben, sagt der Zweckverband zu. Details teilte er allerdings nicht mit. 

Die Sanierung wird voraussichtlich 1,75 Millionen Euro kosten. Dafür sollen nach dem Willen des Zweckverbandes keine Steuermittel verwendet  werden. Auch deshalb habe man sich für Binding als Pächter entschieden. Bei der Ausschreibung des Pachtvertrages sei ein Kriterienkatalog aufgestellt worden, in dem unter anderem eine langjährige Gastronomieerfahrung in Verbindung mit einer nachhaltigen wirtschaftlichen Absicherung gefordert worden sei. Die Binding Brauerei habe sich seit Jahrzehnten in der Gastronomie bewährt und genieße einen hervorragenden Ruf, betont der Zweckverband. Deshalb sei das Unternehmen weiterhin der „ideale Partner“ für den Feldberghof. 

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