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Frankfurt International School BUND droht mit Klage

Die Stadt dementiert, dass die Entscheidung zur FIS-Erweiterung gefallen ist.

Die Naturschutzvereinigungen Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) bereiten sich auf eine Klage gegen die Stadt Oberursel vor. Die beiden Verbände wollen erfahren haben, dass der Bau- und Umweltausschuss voraussichtlich am 22. Mai für den Bau der Sporthalle an der Frankfurt International School (FIS) stimmen wird.

Als Unfug bezeichnete Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) diese Aussage. Im Bau- und Umweltausschuss werde es vielmehr um die Fortsetzung des Verfahrens gehen. Die Planungen sollen dann der Öffentlichkeit vorgestellt werden, damit Nachbarn und Betroffene des Areals Stellungnahmen abgeben können. „Wir versuchen eine Lösung, bei der wir Umwelteingriffe niedrig halten. Wir arbeiten an einer gemeinsamen Lösung“, so Brum. Die FIS solle eine Chance bekommen sich weiterzuentwickeln.

Die angedrohte Klage, so Brum, sei eine Stimmungsmache, „das ist so diesem Verfahren nicht angemessen“.

Die FIS will ihr Areal am Stadtwald um rund 10000 Quadratmeter, die sie für ihre neue Sporthalle benötigt, erweitern. BUND und SDW befürchten, dass damit einer der am besten erhaltenen Auwälder mit Quellen und Bachbereich zerstört würde. „Teile des zum Urselbach gehörenden Wassersystems sollen verlegt werden“, heißt es in einer Mitteilung.

Biotope bei Bau schützen

Die Untere Naturschutzbehörde hatte in einer nicht öffentlichen Sitzung vor den Folgen gewarnt. BUND und SDW werfen Brum vor, die Fakten zu verdrehen, um das Votum der Stadtverordnetenversammlung zu bekommen. Sie glauben, dass das Stadtparlament dem Wunsch der Schule nachgibt, damit diese in Oberursel bleibt. „Die Schule droht Oberursel zu verlassen, falls ihre Erweiterungspläne scheitern“, heißt es in der Mitteilung.

„Das ist mir nicht in der Form bekannt“, entgegnet Brum. „Aber natürlich wird die FIS Ausschau halten, wenn sie sich hier nicht entwickeln kann.“ Drohungen gebe es aber hauptsächlich von BUND und SDW, so der Bürgermeister.

Würde die Stadt eine vorzeitige Baugenehmigung erteilen, so der BUND-Kreisvorsitzende Peter Gwiasda, und würden dann Baumfällarbeiten drohen, würde die Situation im Auwald eskalieren. Immerhin habe der Biologie-Professor Rüdiger Wittig in einem Gutachten der Schule empfohlen, mit dem Vorteil ihres Naturstandorts zu wuchern. Die Naturschutzverbände sehen Möglichkeiten, die Sporthalle außerhalb der Biotope zu bauen, etwa unterirdisch. Brum weist darauf hin, dass eine endgültige Entscheidung längst nicht bevorstehe. Es seien noch Verhandlungen, Offenlegungen und Abstimmungen erforderlich.

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