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Frank Böhme macht's noch mal

Der „Stadtradler-Star“ mottet sein Auto für drei Wochen ein und nutzt nur Muskelkraft

31.05.2012 14:24
Jürgen Streicher
Rad statt Auto: Frank Böhme (links) und Christoph Fink. Foto: M. Schick

Frank Böhme fährt Rad. Das macht er ohnehin gerne, aber ab Freitag fährt er 21 Tage lang nur mit dem Rad. Jeden Weg. Zur Arbeit im Frankfurter Merton-Viertel wie fast jeden Tag, mit den Kindern auf den Spielplatz, zum Einkaufen. Ab Freitag nun ist Frank Böhme „Stadtradler-Star“ und damit verpflichtet, drei Wochen komplett aufs Auto zu verzichten. Sein Auto hat er symbolisch einmotten lassen und dem Ersten Stadtrat und Parteifreund Christoph Fink (Grüne) den Schlüssel zur Aufbewahrung gegeben.

Zum zweiten Mal beteiligt sich Oberursel am dreiwöchigen bundesweiten „Stadtradeln“ vom 1. bis 21. Juni. Frank Böhme ist sozusagen ein Vorfahrer, der über seine Erlebnisse auch in einem Internet-Blog berichten wird. Bis gestern hatten sich bereits 137 Kommunen – mehr als doppelt so viele wie im vergangenen Jahr – zwischen der Nordsee und den Alpen für die Aktion des Klima-Bündnisses angemeldet, dem die Stadt ebenfalls angehört. Im Mittelpunkt der Kampagne stehen dabei die Imageförderung des Radverkehrs und die Bewusstseinsbildung beim Thema Klimaschutz.

Eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr strebt auch Oberursel an. Damals sind 135 Bürger in 12 Teams und 15 Mitglieder des Stadtparlaments zumindest zeitweise aufs Rad umgestiegen, Platz 33 unter 57 teilnehmenden Kommunen wurde erreicht. Zusammen legten sie fast 31 000 Kilometer mit dem Rad zurück und sparten damit im Vergleich zum Autofahren rund 4,5 Tonnen CO2 ein. Mehr als sieben Millionen Tonnen Kohlendioxid ließen sich vermeiden, wenn in Deutschland nur etwa ein Drittel der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden.

Hoffen auf Schulen

In der Grundschule Weißkirchen ist die Idee bereits angekommen, Lehrer, Eltern und Schüler wollen sich beteiligen. Auf weitere Teams vor allem aus Schulen und von privaten Bürgerinitiativen hoffen die Oberurseler Organisatoren noch. Bisher sind 17 Teams gemeldet, die für einen Spitzenplatz im Städte-Ranking möglichst viel radeln wollen in den nächsten Wochen. Die Grünen im Stadtparlament stellen ein Team, die SPD und die CDU radelt mit sowie Firmen, Feuerwehr, Kirchengemeinde und Familien.

Aus Resonanz in den weiterführenden Schulen ist das Stadtradeln bisher nicht gestoßen. Die Hoffnung zielt auf einen späten spontanen Entschluss, Anmeldung unter www.stadtradeln ist jederzeit möglich. Im Internet wird dann Rechenschaft über die Leistung abgelegt, an Balken-Diagrammen und Kuchen-Statistiken kann verfolgt werden, wieviel Kilometer bereits zurückgelegt und wieviel CO2 eingespart wurde.

Information: Alexandra Schnabel, Telefon: 06171/502-412 oder stadtentwicklung@oberursel.de.

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