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Feldbergschule Oberursel Lebenslanges Lernen auf dem Campus

Am Bleibiskopf in Oberursel wurde der Grundstein für die neue Feldbergschule gelegt. Der Kreis investiert 11,8 Millionen.

01.10.2010 11:47
Jürgen Streicher

Fünf Kilometer trennen die Feldbergschule an der Christuskirche von ihrer Dependance in Bad Homburg auf dem Gelände der ehemaligen Kerschensteiner-Schule. Im künftigen Berufsschulzentrum an der Bleibiskopfstraße werden die Teile zusammengeführt, der dort geplante Lern-Campus soll, so eine Vision, irgendwann Berufs- und Abendschulen, Volkshochschulen, IHK, Handwerkskammer und private Einrichtungen auf einer Art „Hessen-Campus“ bündeln.

Eine Vision, für die der Countdown läuft. Zumindest die Fünf-Kilometer-Trennung einzelner Schulteile soll es ab Herbst 2011 nicht mehr geben. Bis dahin werden, wenn alles weiterhin nach Plan läuft, die beiden Campus-Gebäude A und B für die berufliche Feldbergschule auf dem alten Hartplatz des Sportgeländes Bleibiskopfstraße fertig sein. Gestern wurde auf der Baustelle symbolisch der Grundstein gelegt, Landrat Ulrich Krebs (CDU) feierte mit rund 150 Gästen einen „guten Tag für die Entwicklung des Berufsschulwesens“ im Vordertaunus.

Direkt nebenan liegt die Hochtaunusschule, die für technisch-gewerbliche Berufe zuständig ist; die Feldbergschule mit ihren knapp 1300 Schülerinnen und Schülern betreut die kaufmännischen Berufe. Schulleiter Peter Selesnew bezeichnete die Grundsteinlegung als „Zeichen für einen Neubeginn, an den große Erwartungen geknüpft“ seien.

Zu Ende sei die „unglückliche Situation mit der Außenstelle Homburg“ für 400 Schüler. Für die alte Schule in der Kleinen Schmieh bedeute der Neubau eine Entspannung der Raumsituation. Mit einem „Kunstgriff“, so Landrat Krebs, könne das Projekt so rasant verwirklicht werden. Um von Mitteln aus dem Konjunkturprogramm des Bundes profitieren zu können, musste die Vorplanung schnell gehen. Zurückgegriffen wurde daher auf die Campus-Planung für die Altkönigschule in Kronberg; die gleichen Architekten aus Darmstadt bauen nun die Campusgebäude zwischen die Sporthallen der Erich-Kästner-Schule und die Asylbewerberunterkunft an der Karl-Herrmann-Flach-Straße.

Das „lebenslange Lernen“ in der Vision vom „Hessen-Campus“ kann im Herbst 2011 in zwei seitlich versetzten Gebäuden mit fast quadratischem Grundriss beginnen. Die Gebäude sind zweigeschossig, barrierefrei und werden mit einem eingeschossigen Gang verbunden. Um eine innenliegende Halle werden jeweils 18 Klassen- und Fachräume sowie weitere Nebenräume angeordnet.

Unterrichtet werden im Campus Auszubildende für die Berufe Einzelhändler, Lagerist, Bank- und Industrieaufmann, Steuer-fachangestellte und Verkäufer. Geplant wird mit Baukosten von rund 11,8 Millionen Euro. Davon werden knapp acht Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm des Bundes finanziert.

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