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Bad Homburg Sternwarte in Bad Homburg geplant

Die Astronomische Gesellschaft Orion will bis zum kommenden Jahr eine Volkssternwarte in Bad Homburg bauen. Der Elan ist groß, doch noch fehlt das nötige Geld.

Sternwarte Wiesbaden,
So wie hier in Wiesbaden soll es auch bald in Bad Homburg eine Sternwarte geben. Aussehen soll sie aber ein wenig anders. Foto: Michael Schick

Noch ist viel Fantasie gefragt: Sechs Holzpflöcke in der Wiese neben dem Peter-Schall-Haus markieren den Ort, an dem die Mitglieder der Astronomischen Gesellschaft Orion die erste Volkssternwarte des Hochtaunuskreises errichten wollen. Doch der Optimismus ist groß: Bereits im kommenden Herbst wollen die 30 Weltraum-Fans das gut sechs mal sechs Meter große Gebäude samt 4,50 Meter hohen Kuppel in Betrieb nehmen. 

„Das ist ein sehr ambitionierter Zeitplan“, räumt der Initiator und langjährige Präsident Oliver Debus ein. Doch im kommenden Jahr feiert der Verein seinen 20. Geburtstag. Und dann würde er sich gerne selbst beschenken. 

Bei der Volkssternwarte handele es sich um einen lange gehegten Traum, erinnerte Debus nun bei einer öffentlichen Präsentation des Projekts. 2008 hatte die Astronomische Gesellschaft schon einmal einen Anlauf genommen. Doch der angepeilte Standort auf dem Herzberg sei für eine Anlage, mit der die Sternenfreunde auch viele Kinder und Jugendliche anlocken wollen, zu abgelegen gewesen.

Das städtische Peter-Schall-Haus liegt zwar auch ein wenig abseits im Wald, doch ist es per Bus gut zu erreichen. Ein weiterer Vorteil sei, dass die nötige Infrastruktur wie Strom und Toiletten bereits vorhanden ist, erklärte der neue Orion-Präsident Wolfgang Voigt, der Debus in diesem Jahr abgelöst hat. 

Geplant ist, dass die Sternwarte unter der Woche tagsüber von Schulklassen oder Kindergartengruppen genutzt wird, an den Abenden und den Wochenenden dann von den Vereinsmitgliedern und allen anderen Interessierten. Das können auch Rollstuhlfahrer sein. Für die wolle man eine Terrasse anlegen, von der aus sie mit mobilen Teleskopen barrierefrei den Himmel über Homburg beobachten können, kündigte Voigt an. Für die fernere Zukunft sei zudem ein Aufzug angedacht.

Ob man Eintritt nehmen werde, sei noch nicht entschieden, sagte Debus. Was den Bau der Anlage angeht, rechnet die Astronomische Gesellschaft mit Kosten von 160 000 Euro, davon macht allein die komplett aufklappbare Kuppel die Hälfte aus. 

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