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Bad Homburg PPR-Kreuzung Die kleine Lösung für den großen Stau

Bad Homburg macht Pläne für die PPR-Kreuzung. Die Stadt plant einen „kleine Ausbau“, innerhalb des bestehenden „Verkehrsraumes“. CDU kritsiert die kleine Lösung als „zu wenig weitsichtig“. Der Umbau kostet 220.000 Euro

Der Stein des Anstoßes: die PPR-Kreuzung. Foto: Renate Hoyer

Bad Homburg macht Pläne für die PPR-Kreuzung. Die Stadt plant einen „kleine Ausbau“, innerhalb des bestehenden „Verkehrsraumes“. CDU kritsiert die kleine Lösung als „zu wenig weitsichtig“. Der Umbau kostet 220.000 Euro

Es ist eine Dauerbaustelle, nicht nur eine, bei der Bagger und Straßenbauer tätig werden, sondern auch eine kommunalpolitische. Vor einem Jahr kam das große Nein vom Regierungspräsidium, der Kreis durfte seinen Anteil an einer Planungsgesellschaft für das Tunnelprojekt nicht finanzieren. 100 bis 120 Millionen Euro sollte der Tunnel nach Schätzungen kosten. Parallel verpuffte der politische Rückhalt für das Projekt unter den Stadtparlamentariern, Grüne und BLB waren dagegen, die FDP sowieso, die SPD schwankte, die NHU auch.

Nun plant die Stadt den „kleine Ausbau“, innerhalb des bestehenden „Verkehrsraumes“. Er verspricht einige Erleichterungen für den täglichen Stau vom und in den Taunus. So werden unter anderem in der nördlichen Zufahrt der Saalburgchaussee zwei Geradeausspuren eingerichtet, eine Linksabbiegerspur fällt weg. Genauso wird mit der südlichen Zufahrt verfahren. Änderungen gibt es auch bei den Einfädelspuren und den Ampeln. Alles zugunsten eines besseren Verkehrsflusses, verheißt die Vorlage. Kostenpunkt: 220 000 Euro. In der kommenden Woche werden die Magistratspläne dem Stadtparlament vorgestellt. Werden sie dort mehrheitlich für gut befunden, geht es weiter mit dem rechtlichen Procedere, bis die Unterlagen Hessen Mobil präsentiert werden können. Das Verkehrsmanagement des Landes ist Träger des Verfahrens, wie Bürgermeister Karl Heinz Krug (SPD) erklärt. Geht der Lauf durch die Instanzen reibungslos, könnte bis Ende der Sommerferien 2014 an der Kreuzung alles fertig sein.

Für die CDU-Opposition ist die kleine Lösung keine für die große PPR-Kreuzung. Die Fraktion hatte bereits im Bauausschuss gegen die Vorlage des Magistrats gestimmt. Nur der Durchgangsverkehr auf der Nord-Süd-Achse werde mit dieser Lösung verbessert. Der Verkehr nach Dornholzhausen und aus dem Stadtteil hinaus werde dagegen werde völlig vernachlässigt, schreibt Wolfram Kistner, verkehrspolitischer Sprecher der CDU, in einer Stellungnahme. Dornholzhausen drohe weiterhin durch eine Blechlawine von der Stadt abgeschlossen zu werden. Außerdem sind die Pläne des Magistrats der CDU zu wenig weitsichtig. Der Prognosehorizont bis ins Jahr 2020 sei zu kurz geplant, denn der Verkehr werde stetig zunehmen. Die Partei befürchtet, fünf Jahre nach dem Umbau werde die „Leistungsfähigkeit der Kreuzung“ bereits wieder erschöpft sein.

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