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Bad Homburg Literaturfest mit Promi-Faktor

Martina Gedeck, Ulrich Noethen und Benno Fürmann werden im kommenden Jahr als Vorleser zum 8. Poesie-Festival in die Kurstadt kommen.

Martina Gedeck wird aus „Anna Karenina“ lesen. Foto: Martin Weis

Als Schauspieler pendelt Benno Fürmann regelmäßig zwischen deutschen Filmsets und Hollywood. Im kommenden Jahr wird er dazwischen einen kurzen Abstecher nach Bad Homburg machen. Erstmals habe er den bekannten Darsteller für das hiesige Poesie- und Literatur-Festival gewinnen können, freut sich der künstlerische Leiter Bernd Hoffmann.

Fürmann wird am Samstag, 10. Juni, aus Joseph Conrads düsterem Kongo-Roman „Herz der Finsternis“ lesen. Dazu werde der Teich am Lokschuppen in eine afrikanische Landschaft verwandelt, kündigt Hoffmann an. Zudem werde die Percussion-Gruppe „Impuls“ für die passenden Rhythmen sorgen.

Neben Benno Fürmann wird beim achten Bad Homburger Literatur-Festival noch reichlich weitere Prominenz zu sehen und zu hören sein. Den Auftakt machen am Mittwoch, 7. Juni 2017, die Schauspieler Martina Gedeck und Ulrich Noethen, die im Kurtheater mit verteilten Rollen Auszüge aus Tolstois „Anna Karenina“ lesen werden.

Am 8. Juni folgt der Moderator Max Moor („Die Legende vom heiligen Trinker“); Christian Brückner, die deutsche Stimme von Robert De Niro, wird am 9. Juni „Die Brücke von San Luis Rey“ von Thornton Wilder präsentieren, und Robert Stadlober liest am 16. Juni aus „Caspar Hauser“ von Jacob Wassermann.

Weitere bekannte Buch-Paten sind Esther Schweins („Emma“), und „Tatort-“Kommissar Dietmar Bär („Der Schimmelreiter“). Eine Ausnahme macht Konstantin Wecker mit seinem Auftritt am 14. Juni im Kurtheater. Der Münchner Liedermacher wird dort kein Werk der Weltliteratur rezitieren, sondern einen Querschnitt aus seinem eigenen Oeuvre zum Besten geben.

Das Bad Homburger Poesie- und Literaturfestival habe sich mittlerweile zu einem „kulturellem Leuchtturmprojekt“ entwickelt, sagte Oberbürgermeister und Kulturdezernent Alexander Hetjes (CDU) gestern bei der Präsentation des Programms. Und auch Kurdirektor Ralf Wolter geriet regelrecht ins Schwärmen, als er von der „Kombination aus Weltliteratur und Starkino“ sprach. Das Ganze habe sich mit den Jahren zu einer Art Familientreffen entwickelt: Die meisten der Vorleser waren bereits mehrfach zu Gast in die Kurstadt.

Das liege auch an der Begeisterung und Konzentration des Bad Homburger Publikums, lobt Hermjo Klein, Geschäftsführer des Veranstalters A.C.T.. Oft sei es bei den Lesungen so still, dass man eine Stecknadel fallen hören könnte. „Bad Homburg hat das Potenzial für eine echte Festival-Stadt“, findet Klein. Zum diesjährigen Literatur-Fest seien bereits Interessenten per Bus aus Würzburg und Köln in den Taunus gekommen.

Die Stadt steuert 30 000 Euro zum Budget bei, Hauptsponsor ist die Taunus-Sparkasse. Die Höhe des Gesamt-Budgets möchte Hermjo Klein ungern in der Zeitung lesen. Nur so viel: Beim Festival in diesem Jahr seien knapp 5000 Eintrittskarten verkauft worden, für 2017 gehe die Rekordzahl von 6000 in den Vorverkauf, der heute beginnt. Damit ist das Bad Homburger Literatur-Festival laut dem technischen Leiter Stefan Burger das größte seiner Art in Deutschland.

Als eine Art Prolog gastiert bereits am 7. Februar der Charakterdarsteller Matthias Brandt gemeinsam mit dem Pianisten Jens Thomas im Kurtheater. Dabei wird Brandt aus seiner Autobiographie „Raumpatrouille“ lesen, in der es auch um das Verhältnis zu seinem Vater Willy Brandt geht. Die 600 Tickets dafür seien aber bereits alle verkauft, teilte Bernd Hoffmann mit.

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