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Bad Homburg Himmelbett im See

Der in Lyon geborene Künstler Vincent Olinet erhält den Blickachsen-Förderpreis. Seine bei Besuchern beliebte Arbeit steht im Schlossparkweiher.

15.09.2011 22:42
Martina Propson-Hauck
Die ausgezeichnete Installation von Vincent Olinet. Foto: Michael Schick

Der junge Künstler war sichtlich erfreut. „Es ist eine große Freude, in einer Ausstellung wie ‚Blickachsen‘ gezeigt zu werden – und eine noch größere, dafür einen Preis zu bekommen“, sagte der 30-jährige Vincent Olinet. Er ist am Dienstagabend im Bad Homburger Schloss mit dem Förderpreis des Rotary Clubs ausgezeichnet worden. Der Preis wird seit 2003 vergeben.

Die Blickachsen finden im Zweijahresrhythmus seit 1997 statt. Dotiert ist die Auszeichnung mit 3000 Euro. Der Preis soll nach Auskunft von Werner Michael Waldeck, Präsident des Rotary Clubs Bad Homburg-Schloss, junge bildende Künstler fördern, die an den Blickachsen teilnehmen und dabei eine „herausragende Leistung“ zeigen.

Diese zu bewerten war Aufgabe einer kunstsinnigen Jury: Auf den in Lyon geborenen und in Brüssel und Singapur lebenden Olinet verständigten sich Blickachsen-Initiator und Bad Homburger Galerist Christian Scheffel, sein Co-Kurator Jan Teeuwisse, Direktor des niederländischen Museums Beelden aan Zee, Peter Joch, Direktor der Darmstädter Kunsthalle, sowie Falk-Jürgen Gorka vom Rotary-Club.

Olinet zeigt in den Blickachsen, die noch bis zum 3. Oktober im Bad Homburger Schlosspark, im Kurpark, in Eschborn, Darmstadt und auf dem Uni-Campus in Frankfurt zu sehen sind, die Arbeit „Pas encore mon histoire“ (Noch nicht meine Geschichte): Ein barockes Himmelbett, das auf dem Schlossparkweiher schwimmt und dort der Witterung ausgesetzt ist. Vor der Kulisse des Schlosses scheint es einer versunkenen Märchenwelt zu entstammen.

Peter Joch würdigte in seiner Laudatio das Kunstschaffen des jungen Preisträgers mit dem Zitat eines italienischen Kunsttheoretikers aus dem 16. Jahrhundert: Oberstes Ziel der Kunst sei es, überraschende Wunder darzustellen, verschiedene Wirklichkeitsebenen auf überraschende Weise zu verbinden. „Genau das vollbringt Vincent Olinets Himmelbett auf dem See“, sagte Joch.

Eine Taschenlampenführung durch die Ausstellung am Schmuckplatz gibt es am Samstag, 17. September, 22 Uhr.

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