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Bad Homburg Helmuth Bernecker ist tot

Seit 1949 war er als Journalist in Bad Homburg aktiv: Helmuth Bernecker ist im Alter von 85 Jahren verstorben.

14.02.2011 11:29
Günther Scherf

Helmuth Bernecker starb am Freitag im Alter von 85 Jahren. Er wirkte von 1949 bis 1995 als Journalist in Bad Homburg – anfangs für den Taunusboten, danach vier Jahre für die Frankfurter Rundschau. 1970 gründete er die Tageszeitung Taunus-Kurier, deren Chefredakteur und Herausgeber er bis 1990 blieb. Zu seiner Verabschiedung verlieh ihm die Stadt Bad Homburg ihre Ehrenplakette.

„Mit der Rolle des Chronisten hat sich der Journalist mit dem Kürzel ,hb’ nie zufriedengegeben“, schrieb die FR zu seinem 75. Geburtstag. In den ersten Nachkriegsjahren war Bernecker Geschäftsführer des Homburger Sinfonieorchesters. Ende der 1960er Jahre zählte er zu den „Rettern der Altstadt“, die als Bürgerinitiative den geplanten Abriss des Homburger „Dörfche“ verhinderten. „hb“ war auch dabei, als in den 80er Jahren ein Kuratorium Spenden für den Erhalt der vom Verfall bedrohten Schlosskirche sammelte und deren Umwandlung in einen Konzertsaal erzwang. Auch das Windhundrennen, fester Bestandteil des Laternenfests, geht auf sein Engagement zurück.

Bernecker war Erfinder des „Schwarzen Bandes“ – einer politisch-satirischen Auszeichnung, die seit Anfang der 70er Jahre alljährlich an Aschermittwoch einer Person des öffentlichen Lebens verliehen wird. Als der Taunus-Kurier 1995 sein Erscheinen einstellte, übernahm die Aktionsgemeinschaft des Einzelhandels die Rolle des Veranstalters. Der in Essen geborene Bernecker blieb Laudator. Seine angeschlagene Gesundheit führte im vorigen Jahr zum ersten Mal dazu, dass das Ereignis ausfiel.

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